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Alt 08.10.2008, 12:25
JanMove JanMove ist offline
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AW: Links - und Rechtshänder

Ich bin ja auch Linkshänder, wobei ich wohl eher atypisch bin, da meine Rückhandseite eigentlich etwas stärker als meine Vorhandseite ist. Warum ist das so?
Von klein auf musste ich als Linkshänder die Vorhandtops der Rechtshänder mit meiner Rückhand blocken. Deswegen wurde der RH-Block schnell zu meinem besten Ball. Den RH-Block beherrschen aber die meisten Linkshänder sehr gut. Wichtig ist, dass man den Block aggressiv an jeden Punkt vom Tisch spielen kann. Insbesondere der extrem diagonale RH-Block ist eine starke Waffe. Wenn man jetzt noch einen guten RH-Topsin spielen kann, dann ist die RH-Seite eigentlich dicht. Eine andere klassische Kombination ist für mich z. B. auch mit der Rückhand stark diagonal aufziehen und dann mit der Rückhand den Ball parallel in die Rückhand des Rechtshänders aggressiv pressen. Noch besser funktioniert diese Kombination bei links gegen links. Da ich auf der Rückhand praktisch immer stärker bin als mein Kontrahent spiele ich extrem über die RH-Diagonale. Wenn der Gegner dann die Lust verliert und umläuft, kommt der aggressive Block jetzt prallel tief in die Vorhand des Gegners.

Der VH-Topspin ist bei mir hingegen nicht so stark. Er kommt zwar sicher aber relativ langsam. Das einzige was ihn gefährlich macht, ist die Spinvariation und der immer mehr oder weiniger stark vorhandene Sidespin.
Eigentlich ist die tiefe Vorhand der grosse Schwachpunkt vieler typischer Linkshänder, die stark in Ihrer Rückhandseite stehen. Die älteren und schwereren Spieler (wie ich), die nicht mehr so viel laufen, stehen aber automatisch mehr zur Tischmitte, sodass das grosse Loch in der tiefen Vorhand fehlt.
Lustigerweise haben Rechtshänder immer viel Respekt vor der Linkshändervorhand und spielen deswegen die Rückhandseite an. Das halte ich aber generell für einen Fehler. Bei mir spielen sie dann automatisch auf meine gute Seite, und der typischen "Umläufer" wartet nur darauf von dort seinen VH-Top spielen zu können.
Ich empfehle als rechtshänder den typischen Linkshänder vorwiegend sehr, sehr tief in die Vorhand anzuspielen, und danach mit einem Wechsel auf die Rückhandseite zu punkten. Die untypischen, so wie ich, sollte man hingegen mittig in der Nähe des Wechselpunktes anspielen. Das ist für mich besonders unangenehm, da ich dort wirklich ein ernsthaftes Entscheidungsproblem habe.

Doppel spiele ich übrigens ebenfalls mit einem Linkshänder, der ähnlich veranlagt ist wie ich. Das ist aber sehr gewöhnungsbedürftig und funktioniert mehr schlecht als recht, da wir uns immer im Weg stehen!
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