Zitat:
Zitat von Chris Kratzenstein
Richtig  .
Klar ist wir reden nicht von Kreisklasse wo dies sicherlich andere Auswirkungen hat. Aber glaubt wirklich jemand diese Verbote kommen wegen den Kreisklasse-Spielern? Das ist der ITTF doch eigentlich vollkommen egal was in der Kreisklasse gespielt wird.
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Ich glaube, es geht nur um den Breitensport und wahrscheinlich auch nur um Europa. Weder im Spitzensport noch in Asien haben GLN je eine Bedeutung gehabt. Aber in schöner Regelmässigkeit gibt es im TT immer wieder Materialentwicklungen, die den eigentlichen Sinn und Charakter des Spieles ad absurdum führen.
Dazu gehörten die Anti's vor der Einführung der Zweifarbenregelung, die Begrenzung der Belagdicke auf 4mm, der Verbot der ersten GLN in den 90ern (Curl Spezial), das Verbot verdeckter Aufschläge, die Einführung des 40mm-Balls und noch so einiges mehr.
Auslöser dieser Reformen waren entweder die Fernsehtauglichkeit des Spitzensports oder die Angst, das sich an der Basis und damit auch in der Jugendausbildung ein destruktives Spielverhalten durchsetzt und damit auch ein Negativimage in der Öffentlichkeit entsteht. Krass formuliert: TT hat dann ein Imageproblem, wenn sich der 70jährige Opa mit dem Hinhalten seiner GLN
regelmäßig gegen den 18jährigen Angriffsspieler durchsetzt. So gewinnt man jedenfalls keinen Nachwuchs, wenn die Mehrzahl der Jugendlichen in Zukunft auf GLN ausgebildet werden.
Und das die Glattnoppen hier mit hohem Störfaktor bei gleichzeitig guter Kontrollierbarkeit und Sicherheit gerade auf Kreisebene ein Ungleichgewicht der Kräfte geschaffen haben,angesichts ist für mich angesichts einer Vielzahl entsprechenden Bilanzwerte Fakt. Und glaubt mir ich weiß selber, wovon ich spreche, da ich als Jugendlicher vor knapp 25 Jahren selber erleben durfte, gegen wen man plötzlich gewinnen kann, nur weil man bei gleichfarbigen Belägen und Einsatz eines Anti's jeglichen Spielfluss zunichte machen konnte.
Zitat:
Sollte TT-Master tatsächlich bewußt einen "anderen" Belag vorgelegt haben - dann wäre das natürlich eine Riesen-Sauerei. Aber bevor man so etwas behauptet, sollte man sich sicher sein und Beweise vorlegen.
Sollte es tatsächlich Probleme durch Produktionsschwankungen geben, dann allerdings wäre eine generelles Verbot aller evtl. betroffenen Beläge, unabhängig von der nun tatsächlich vorhandenen Reibung schon sehr grenzwertig.
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Jeder der die Korrespondenz zwischen dem chinesischen Hersteller und der ITTF aufmerksam liest (vor allem den französischsprachigen Teil am Ende), der kann aus den Zeilen sehr deutlich die Intentionen der Chinesen herauslesen. Wie gesagt es ist kein gerichtsfester Beweis, aber das erinnert mich fatal an O.J. Simpson's Buch "If I Did It" oder den rauchenden Colt neben der Leiche. In jedem Fall ist das ein Geschäftsgebaren, das keine der bekannten Hersteller wie Butterfly an den Tag legen würde.