Zitat:
Zitat von Waterhouse
@ mithardemb
Du hältst Dein Niveau konstant über alle Themengebiete.
Meine Forderung mag - noch - nicht erfüllbar sein. Die Grenze zwischen unglücklicher Managemententscheidung und krimineller Fehlspekulation müssten klarer definiert werden. Dennoch ist es heute einfach so, dass eine Handvoll Leute mit ihren dubiosen Geschäftsideen maßgeblichen Einfluss auf die Weltwirtschaft haben. Sie sollten sich ihrer Verantwortung bewusst sein, welche ernsten Konsequenzen ein Misserfolg haben könnte.
Heute wird man gefeuert und erhält 47.000 Euro Pension im Monat. Und der Staat und damit der Steuerzahler bürgt für 35 Milliarden...
Deine Vergleiche sind mehr als peinlich...
Im Fall HRE plädiere ich ja nicht für Haftstrafen. Aber bevor der Steuerzahler tatsächlich in Milliardenhöhe zur Kasse gebeten würde, sollten die verantwortlichen Manager mit ihrem Privatvermögen erst mal löhnen und nicht parallel eine fette Pension kassieren.
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Da ich wenig Lust auf eine private Schlammschlacht habe jetzt betont sachlich:
- Manager können im Falle einer Veruntreuung durchaus haftbar (straf- wie privatrechtlich) gemacht werden. Eine nachträgliche Änderung der Gesetzesgrundlage darf in einem Rechtsstaat nicht durchgeführt werden.
- Hohe Managergehälter sind ein Problem dessen Ursache in dem Scheitern der Kontrollinstanz liegt. Die Verwebung von Aufsichtsrat und Vorstand ist ein Problem das aber leider nicht angegangen werden wird.
- Gierig sind im Anlagegeschäft nicht nur die Manager. Wer Geld anlegt, der möchte ein möglichst hohe Dividende. Eine Kreditinstitut das weniger bieten kann verliert seine Kunden. Solange alles gut geht fragt kaum einer nach Details.
- Diese "dubiosen" Geschäftsideen haben die Weltwirtschaft durchaus lange befeuert. Ein Teil des jetzt "vernichteten" Kapitels wurde durch sie erst "generiert".
- Die Geschäftsmodelle der einzelnen Banken sind nicht sonderlich geheim. Wenn das handeln grob fahrlässig oder gar vorsätzlich ist, weshalb wurde es von Aufsichtsräten und Politik toleriert?