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AW: Bezirksliga 2 - 2008/09 - Wechsel - Gerüchte - Spielgeschehen und mehr
Hallo Sportsfreunde,
... und mal wieder ist es passiert. Auf einen Beitrag ZKS´hin musste ich umgehend einen mir neuen Begriff in meine Google-Taskleiste kopieren, um dann auf Wikipedia nachzulesen, inwieweit die Möglichkeit besteht, Wissenswertes dazuzulernen.
Meine Lateinkenntnisse waren nicht ausreichend, um den Begriff "insipiens" (warum eigentlich "insipiens" und nicht "insapiens") selbst herzuleiten, aber die Vorsilbe "in" ließ mich schon in die richtige Richtung blicken.
Das Schöne an Wikipedia ist ja, dass sie zu allen möglichen Wissensgebieten Kurzzusammenfassungen anbietet, mit deren Hilfe man dann kurzfristig in der Lage ist mit zu diskutieren.
Die Herren Rattner und Danzer richten also ihren Fokus auf "ideologische Verblendung aller Art, von denen unser Kulturleben geradezu überquillt". Nun muss man aber schon die Frage stellen, welche Verblendung denn die Untermberger repräsentieren.
Solche Verblendungen sind besonders dann "dumm" zu nennen, wenn sie aus "Aberglauben oder Religion" entstanden sind, also nichtrationale Quellen besitzen.
Ich neige in solchen Fällen immer dazu solche Situationen auch moralisch zu betrachten. Als moralische Grundlage dafür kann für mich nur die Kantische Moralphilosophie in ihrer Interpretation durch H.J. Paton dienen. Der allseits bekannte Kategorische Imperativ wird hier folgendermaßen übersetzt:
"Behandle ein vernunftbegabtes Lebewesen nie nur als Mittel zum Zweck, sondern stets auch als Zweck an sich selbst."
Unter dem Diktat dieser Überprüfungsformel beginnt das Apologiegebäude der Untermberger dann aber doch zu wanken, da sie das Spielsystem und die daran beteiligten vernunftbegabten Lebewesen halt doch, zumindest im Moment der Mannschaftsaufstellungsplanung, ausschließlich als Mittel zu dem Zweck behandeln, um ihren Jugendlichen möglichst gute Entwicklungsvoraussetzungen zu bieten.
Fasst man den Blick weiter, und nimmt den Tischtennissport als solches ins Visier, dann könnte man zu dem voreiligen Schluss kommen, dass ein höheres Ziel solche Aktionen legitimieren könnte.
Dabei hätte man dann aber das begründende Vernunftsprinzip geändert und würde auf einmal utilitaristisch argumentieren.
Jetzt ist es genug (es ist schon 01.09 Uhr) und mein Schreibfluss versiegt langsam.
Bis bald
XOvaron.
Geändert von XOvaron (25.10.2008 um 00:14 Uhr)
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