Zitat:
Zitat von El Bandolero
Bei hartnäckigen Gegnern streue ich bei diesen Ballwechseln gelegentlich auch mal einen Oberschnitt-Ball (ggf. mit leichtem Topspin) ein. Häufig kann ich damit mein Gegenüber überraschen und punkten. Dies ist aber leider nur die eine Seite der Medaille. Es gibt auch Gegner die sich über diesen von mir - eigentlich als Störball - eingestreuten Oberschnittball "freuen" und diesen Ball gleich nutzen um nun mal richtig "zum TS-Angriff zu blasen".
Bin also etwas unsicher ob dieser Schnittwechsel als taktische Variante wirklich sinnvoll ist oder ob ich mir damit nicht eher "mein eigenes Grab schaufel"....
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Hallo El,
das Problem mit Deinem VH-Oberschlittball liegt vermutlich darin begründet, dass Du eben nur leichten Topspin in den Ball gibst.
Ich empfinde es als äußerst wichtig, in solchen Situationen den Ball lang (also bis zur Grundlinie gespielt) mit viel Vorwärtsdrall oder alternativ mit Seitvorwärtsdrall und wenn irgendwie möglich eher flach zu spielen, da es einem guten Angriffspieler sonst sehr leicht gemacht wird, den Ball unerreichbar abzuschießen. Durch den starken Drall ist der Gegner eher dazu gezwungen mit einem (langsameren) Topspin-Schlag zu antworten, anstatt einen (schnellen und evtl. unangenehm schnittlosen) Schuss anzusetzen.
Wenn Du es dann noch schaffst Deinen Ball gut zu platzieren (die Stelle ist je nach Spielsituation verschieden, aber wichtig ist immer eine ausreichende Länge und Spin - ich wiederhole mich

), dann kommt der nächste - fast noch wichtigere Punkt zum Tragen: Du kannst dann nämlich viel besser antizipieren, wohin der nächste Ball des Gegners kommen wird und entsprechend vorbereitet in diesen Ball hineingehen.
Hou Yingchao verwendet diesen Schlag übrigens sehr häufig auf seiner VH:
http://de.youtube.com/watch?v=6fT8f49qGYM
http://de.youtube.com/watch?v=kBiQmqNj-f0
Beste Grüße,
Jo