Ich kann eigentlich nicht verstehen, wie sich einige Leute so etwas jeden Tag anschauen können. Wenn sinnvolle Argumente über interessante Themen ausgetauscht würden oder wenigstens halbweg komische Statements kämen, O.K.
Aber was diese Leute über immer wiederkehrende vollkommen sinnlose Themen zu sagen haben, interessiert einen doch wirklich einen feuchten Dreck.
Ich glaube, die Leute, die als Gäste zu so etwas hingehen, sind vor allem solche, die im "normalen" Leben eben nie im Mittlepunkt stehen, und hier die Chance sehen, einmal im Rampenlicht zu stehen (siehe auch Big Brother).
Und die Zuschauer ? Irgendwo habe ich mal eine Theorie gehört, die für mich ganz einleuchtend klang.
Danach sieht der Mensch gerne andere Menschen im Fernsehen, die große Probleme haben (Siehe viele Reportagen oder auch die Lindenstr.) , nicht gerade den größten I.Q (siehe Zlatko aus B.B.), oder auch allgemein als Verlierertypen zu bezeichnen sind (Al Bundy, andere Comedy).
Wenn man solche Menschen im T.V. sieht, kann man sich selber mit diesen vergleichen und feststellen, daß man selber es ja eigentlich noch ganz gut getroffen hat, eine gewisse Schadenfreude gegenüber den anderen spielt da sicherlich auch noch herein, alles in allem also ein beruhigender Kontrast zu der Welt der Schönen und Reichen, mit der man sonst im T.V. konfrontiert wird.
Diese angesprochenen Typen ("Verlierer, Idioten, arme Schweine") sind alle miteinander konzentriert in den Talkshows vertreten, also die perfekte Sendung für die Zuschauer, um sich selber in einem viel besseren Licht sehen zu können.
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Versuchungen sollte man nachgeben, wer weiß, ob sie wiederkommen. (Oscar Wilde)
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