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AW: 1. Kreisliga Herren
Betrifft: Tischtennis 1. Kreisliga
Spielanalyse ASV Wilhelmsdorf 2 vs TSV Scheinfeld 3
Durch einen nie gefährdeten 9:3-Sieg gegen den TSV Scheinfeld 3 konnte sich die 2. TT-Herrenmanschaft im oberen Tabellendrittel der 1. Kreisliga weiterhin behaupten.
Wie für viele anderen Gegner war auch für die 3. aus Scheinfeld diese Niederlage wie ein harter Schlag ins Gesicht!
Es ist mit Worten schwer zu erklären, aber das Spiel der ASV`ler kann am ehesten mit einem rollenden Güterzug verglichen werden: unaufhaltsam, mit geballter Kraft treibt es voran, manchmal holpert es hart und direkt über die Weichen, um aber dann doch sicher das angepeilte Ziel zu erreichen.
Die Motoren der Fahrzeuge des Gegners waren kaum kalt, bis sie zur Heimreise nach Scheinfeld wieder gestartet werden mussten.
Was war passiert???
Wilhelmsdorf konnte nach den drei Eingangsdoppeln mit 2:1 in Führung gehen. Dennoch machte sich aufgrund einer Doppelumstellung eine leichte, aber für sensible Menschen spürbare Unzufriedenheit einiger Spieler bemerkbar. Mannschaftskapitän Löwl wird wohl in Einzelgesprächen in dieser Woche gewisse Dinge klären müssen, um Diskrepanzen auszuräumen und die Harmonie wieder herzustellen.
Im ersten Paarkreuz erfüllten die beiden Spitzenspieler U. Steger und F. Müller souverän ihre Pflicht und erhöhten den Spielstand auf 4:1 für den ASV.
Scheinfeld trat ersatzgeschwächt an, war aber zu keiner Zeit zu unterschätzen.
Als erster im 2. Paarkreuz trat nun G. Popp an die Platte. Gut aufgelegt und in seiner individuellen-persönlichen Art (Einlagen von zirkusreifem Schlägerdrehen, Nachahmungen von fernöstlichen Kampfsportarten) konnte er seinen Gegner 3:1 bezwingen.
N. Löwl konnte die Erwartungen nicht erfüllen; seine einfache und unberechenbare Spielweise kam meißt nur negativ zum Vorschein, was dann auch zwangsweise eine Niederlage zur Folge hatte.
Spielstand inzwischen 5:2.
S. Winkler und K.-H. Buchloh im 3. Paarkreuz der ASV`ler konnten ihre Einzel jeweils erst im 5. Satz für sich entscheiden. Vor allem Winkler tat sich mit der anatomisch kaum nachvollziehbaren Spielweise seines Gegners auserordentlich schwer, bis er aber dann doch dank seiner Geduld und Ausdauer das Spiel im 5. Satz ganz klar mit 12:10 gewann.
Der zweite Durchgang im 1. Paarkreuz endete unentschieden: U. Steger verlor relativ klar in drei Sätzen, während F. Müller mit einem 3:0-Sieg die zwischenzeitliche 8:3-Führung einfuhr.
G. Popp blieb es vorbehalten, mit einem Sieg gegen den Löwl-Bezwinger das gesamte Spiel für den ASV zu entscheiden. Man hatte das Gefühl, als wolle er Löwl rächen, und das tat er dann auch mit einem 3:1-Erfolg. Sehenswert der finale Schuss zum 11:5 im vierten Satz: eine knallharte Rückhandpeitsche, die wahrscheinlich ein 200 Hz-Fernseher auch nicht hätte scharf abbilden können. Gerüchten zufolge glaubten manche Zuschauer noch zu fortgeschrittener Stunde, sie hätten am Auftreffpunkt des Balles auf der Platte leichten Rauch aufsteigen sehen. Nun gut, Näheres hierzu wird wohl nur nach einer Untersuchung des Gerätewartes zu erfahren sein.
Zugegeben, insgesamt das Spiel nicht unbedingt der Brüller für die Zuschauer, aber schön spielen und dann doch verlieren is ja auch nix.
Die bisher positive Bilanz von 7:3 Punkten nach 5 Spielen dürfte auch die schärfsten Kritiker verstummen lassen.
Wir dürfen gespannt sein, wie sich diese 2. Mannschaft noch weiterentwickelt; mit einem potentiellen Abstiegskanditaten, wie sie von einigen selbsternannten „TT-Experten“ gehandelt wurden, hat sie jedenfalls nichts zu schaffen.
Die 2. Mannschaft dankt den zahlreich erschienenen Fans für ihre großartige Unterstützung und hofft, euch beim nächsten Heimspiel am kommenden Freitag, 14.11.2008 um 20 Uhr gegen den TSV Bad Windsheim 3 wieder begrüßen zu dürfen!
Also bis dann!
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