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AW: Absturz geht weiter
Vor fünf Jahren hatten wir auch ein Problem mit dem fehlenden Nachwuchs. Die Mitglieder der Abteilung waren zu mindestens 85% jenseits der 30 und es gab keine Mannschaft im Schüler-/Jugendbereich.
In der Folgezeit legte der Verein aber ein großes Engagement auf diversen Veranstaltungen, wie z.B. Veranstaltungen der
Stadt Fulda, an den Tag, sodass unter anderem durch diese öffentlichen Auftritte bei Außenstehenden Interesse am Tischtennissport geweckt wurde. Eltern wurden davon überzeugt, dass es vielleicht sinnvoll sei, wenn ihre Kinder gemeinsam mit anderen Kindern Sport machen könnten (neben der sportlichen Betätigung zählt hier besonders der Gemeinschaftsaspekt) und Kinder fanden "cool", was man so alles mit einem winzigen Ball machen kann.
Darüber hinaus erklärten sich verschiedene Mitglieder der Abteilung bereit, ein Jugendtraining zu organisieren. Auch die Arbeit unseres Abteilungsleiters, der als echter "Macher" bezeichnet werden kann, ist lobend zu erwähnen.
Innerhalb von etwa zwei Jahren erhöhte sich die Anzahl von Schülern und Jugendlichen, die unser Nachwuchstraining regelmäßig besuchten, von 0 auf etwa 20. Nachdem manche wieder aufgehört hatten und andere hinzugekommen waren, konnten seit letzter Saison 10 Schüler in zwei Mannschaften gemeldet werden. Unser Verein stellt mittlerweile eine Schülermannschaft in der Bezirksoberliga und eine in der Kreisliga, sowie den aktuellen Bezirksmeister der B-Schüler.
Auf dieser Basis aufbauend ist es wahrscheinlich, dass weitere Schüler und Jugendliche zum Verein stoßen oder durch in unserem Verein spielende Klassenkameraden dazu bewegt werden, ebenfalls bei uns hereinzuschnuppern. Wenn von 15 in Mannschaften gemeldeten Schülern ein Nachwuchsspieler später den Sprung in die erste Herrenmannschaft schafft, dann hat sich unsere Nachwuchsarbeit mehr als gelohnt.
Die größte Hemmschwelle sind die mit der Einrichtung einer solchen Jugendarbeit verbundenen Mühen. Viele Erwachsene, darunter leider auch so mancher Tischtennisspieler, drücken sich davor, den eigenen Nachwuchs zum Beispiel dienstags nach Feierabend zum 40 km entfernten Auswärtsspiel zu fahren oder gar ein ganzes Wochenende für ein Turnier zu opfern.
Je mehr Nachwuchsspieler in einem Verin spielen und je größer deren Erfolge sind, desto eher nehmen auch Eltern die damit verbundenen Mühen auf sich.
Insgesamt lässt sich sagen, dass das größte Problem die Initiierung einer Jugendarbeit darstellt. Es muss einfach jemand da sien, der sich aufrafft und die Sache beherzt anpackt. In unserem Fall waren das etwa fünf aktive Spieler inklusive, allen voran, unser Abteilungsleiter.
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