Sorry,
aber das überzeugt mich Alles nicht, weil die Prämissen nicht sauber definiert worden sind. Fangen wir doch mal von vorne an:
Definition => A ist besser als B / gleich gut wie B / schlechter als B
soll bedeuten => A gewinnt gegen mehr Dritte als B / gewinnt gleich viel ... / gewinnt weniger ....
Da haben wir dann zunächst den Trivialfall: A ist besser als B und gewinnt immer gegen B z.B. Timo Boll und ich

.
Dann gibt es das als trivialen Grenzfall: A ist besser B und gewinnt in der Regel gegen B. Ab und an gewinnt also auch B z.B. Schwankungen der Tagesform (physisch und/oder psychisch).
Ebenfalls in die letzte Kategorie (der Tagesform) gehört: A ist gleich gut wie B und gewinnt im Mittel die Hälfte der Spiele - also auch trivial.
Im Sinne der ursprüngliche Frage könnte man jetzt die Parameter der Tagesform aufschlüsseln. Mir fallen da drei Gruppen von Ursachen ein:
- wenn jemand körperlich schwer beeinträchtigt ist (Nacht durchgemacht / krank / abgearbeitet ... o.ä.)
- wenn jemand unkonzentriert ist
- wenn jemand "total gut drauf" ist
Jede dieser Ursachen beeinflußt unmittelbar die bereits in anderen Beiträgen angesprochenen Faktoren wie Technik, Beinarbeit, "Biss", ... .
Interessant sind jetzt alle die Fälle, bei denen nicht das zu erwartende Ergebnis herauskommt z.B. A ist besser bzw. gleich gut wie B UND verliert aber meist gegen B bzw. das reziproke A ist gleich gut wie bzw. schlechter als B UND gewinnt meist gegen B.
Geradezu das Paradebeispiel für diese Fälle ist: stärkerer Normalspieler verliert meist gegen schlechteren "Material"spieler. Hier liegt es meist ganz klar am Kopf: falsche Strategie. Obwohl es auch vorkommt, daß der an sich Stärkere nicht über die passenden technischen Mittel verfügt wie z.B. Rollaufschlag, langsame Spins mit mittlerer Rotation, sicherer Schuß (stattdessen immer nur volles Rohr Spins, massiver US,...). Letzteres ist dann wieder trivial; er kann dann halt nicht gewinnen.
Im Prinzip in diegleiche Kategorie gehören zwei Normalspieler, bei denen einer gegen den anderen "nicht kann". Auch hier wird der Unterlegene meist die falsche Spielstrategie anwenden oder bei Anwendung der richtigen Strategie, ist er halt gerade in den drei Schlägen, die er bräuchte um seinen "Lieblingsgegner" zu knacken, nicht sicher genug .... s.o.
Fazit: bei den interessanten offenen Fällen, bei denen eigentlich "etwas gehen" müßte, wird die Sache zu >90% im Kopf entschieden.