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Alt 17.11.2008, 08:38
HardNoise HardNoise ist offline
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AW: Mein Gegner die Noppe

Hallo Leute,

ich habe euren Tipp befolgt und Nachhilfe bei einem Profi genommen. Er ist Trainer, kommt hier aus dem Forum, spielt selber Noppe und trainiert unter anderem die Jugend in einem benachbarten Verein.

Es war ein tolle Erfahrung mal im Training auf einen Noppespieler zu treffen und völlig unbefangen an die Sache ranzugehen. Er hat mir wirklich gute Tipps gegeben und ich habe versucht sie im Training mit ihm umzusetzen.
Das wichtigste beim Spiel gegen Noppe ist sicherlich die Konzentration. Man muss immer beobachten, was hat der Gegner gerade gemacht und wissen, was man selbst zuvor gemacht hat, damit man mit den Schnittwechseln nicht durcheinander kommt.

Vor 3 Wochen hatte ich dann mein erstes Spiel gegen einen Noppenspieler. Ich half 2 Klassen höher in der 1. KK aus. Ich fühlte mich auf jeden Fall schon mal sicherer, war aber trotzdem sehr nervös, weil es ja meine erste Begegnung mit dem Feind nach meinem Noppentraining war.

Es war wieder ein Noppenspieler wie ich sie bisher nur getroffen habe. Die Noppe auf der RH und der Tisch wird von der weiten RH bis zur VH mit der Noppe abgedeckt. Ich habe gut angefangen und führte 2:0, doch dann bekam ich es auf einmal wieder mit der Angst zu tun und schupfte nur noch rum, was wegen den Schnittwechseln zwangsläufig zu einigen Türmen führte, die mein Gegner mir dann um die Ohren haute. Ich verlor also die nächsten beiden Sätze. Im letzten Satz bekam ich aber doch die Kurve und gewann schließlich. Ich war natürlich stolz wie Oskar, weil es meine erste Noppe (lange Noppe) war, die ich in 1,5 Jahren bezwingen konnte.

Gestern hatte ich dann eine weitere umheimliche Begegnung. Diesmal in meiner Mannschaft in der 3. KK. Ich versuche derzeit gezielt mein offensives Spiel durchzuziehen und nicht anzufangen mir die Bälle mit meinem Gegner zuzuschupfen. Und das lief gestern eigentlich ganz gut. Die Aufschläge meines Gegners waren alle lang genug, sodass ich wirklich im ganzen Spiel nur 2 oder 3 Aufschlag-Rückschläge mit einem Schupf beantworten musste. Alle anderen habe ich mehr oder weniger erfolgreich mit der VH oder RH angezogen. Auch vor den Aufschlägen mit der Noppe hatte ich keine Angst mehr. Aber trotzdem war es wie verhext. Ich habe jeden Satz 4:1, 5:1 oder sogar 6:1 geführt, aber jeder Satz wurde fast voll ausgespielt. die ersten beiden Sätze habe ich knapp gewonnen. Doch dann musste ich den 3. Satz abgeben. Und auch den 4. Satz musste ich abgeben, in der Verlängerung. Obwohl ich auch im 5. Satz zwischendurch 4 Punkte Vorsprung hatte, musste ich diesen in der Verlängerung abgeben.
Naja, eigentlich bin ich ja stolz auf mich, weil ich wirklich versucht habe mein beidseitiges, offensives Spiel durchzuziehen. Aber irgendwie bin auch total niedergeschlagen, weil ich mal wieder ein Klatsche von ein Noppe bekommen habe.

Was war jetzt mein Problem?
1) Bei der hohen Führung/Satzführung, habe ich mich zu sicher gefühlt. Als es dann knapp wurde, stand ich mir wieder selber im Weg.
2) Ich bin teilweise viel zu hektisch und will viel zu viel. Wenn ich eine Chance wittere, kloppe ich drauf wie ein Irrer. Fast immer! Von diesen wilden Schlägen kamen gestern 2 von 10. Ich bemühe mich schon seit langem diese 120%-Schläge loszuwerden, aber ich schaffe es einfach nicht.

Haltet ihr es für sinnvoll meinen Schläger etwas zu bremsen, damit ich weniger Power habe? Ich spiele im Moment beidseitig Donic Coppa in 2.1mm. Würde es helfen den mal ein 1.8mm zu nehmen? Es gibt ja auch noch den Coppa Tenero. Das ist ja die weichere und langsamere Version des normalen Coppas. Wäre der einen Versuch Wert?

Habt ihr vielleicht sonst noch Tipps, wie ich die beschissenen, hektischen 120%-Schläge loswerde? Ich bin sonst eigentlich ein total ruhiger und ausgeglichener Mensch, aber wenn ich ein Chance sehe, sehe ich nur noch rot und dann wir geklatscht.
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