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Alt 28.12.2002, 00:35
A.Rendler A.Rendler ist offline
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Zitat:
Original geschrieben von stk
Glück auf!

Ich war heute mal beim TT-Händler meines Vertrauens um mich zu erkundigen, ob ich auch von ihm ein solches Holz beziehen kann. Daraufhin meinte er, es sei kein Problem aber ich hätte in dem Fall kaum Reklamationschancen. Er holte dann ein älteres Holz hervor, welches die Aufschrift "Re-Impuls" trug. Das Holz sah ziemlich grausig aus. Zuerst ließ er mich den Balsakern des Blattes anfassen, der schon wirklich weich war. Dann der Griff: sein Kommentar: "Der Spieler hat ein wenig geschwitzt, dass kam dabei heraus, weil auch der Griff aus dem Balsaholz ist". Das Holz des Griffes war fast so weich wie Schaumstoff geworden. Deshalb war auch der Schläger gebrochen. "Das Holz ist nichtmal ein Jahr gespielt, ich rate dir davon ab".
Dann brachte er mir ein Holz von Donic (Impuls 7.5?) und meinte, dass wäre eigentlich das gleiche, nur wären hier ordentliche Griffschalen dran - zumindest die Form und der Balsakern glichen sich auffällig.

MfG
Tino
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Das nicht versiegeltes, sehr weiches unbehandeltes Balsaholz bei Feuchtigkeitsaufnahme fast so weich wie Schaumstoff werden kann, steht wegen des physikalischen Schwammcharakters dieser Holzart völlig außer Frage. Jedoch zu behaupten, dass dadurch angeblich das Schlägerholz gebrochen wäre, ist doch sehr vage festgestellt und mit Sicherheit unrichtig, da gerade sehr weiche oder durch Feuchtigkeit noch weicher gewordene Griffschalen einen erhöhten Isolationseffekt bilden und das Schlägerblatt so noch mehr durchfedern kann als zuvor.

Spezieller Fertigungsaufbau des Re-Impuls

Der Re-Impuls wurde seinerzeit mit einem speziellen, wasserfesten Buchen-Delignit-Deckblatt-Messerschnittfurnier 1. Wahl-Holz ausgestattet und die verwendeten (Balsa)Holz-schichten mit einem dehnelastischen, altersbeständigen und säurefesten Pattex-Kontaktkleber verbunden. Der Kontaktkleber erzeugte durch seine gummielastischen Eigenschaften eine hohe Bruchstabilität.

Der Grund für den angeblichen Bruch des Holzes ist also ein anderer, als hier benannt wurde und schließlich auch nur durch eine Untersuchung des Materials genau festzustellen. ---
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Original geschrieben von stk
Glück auf!
1. Nun meine Fragen: Sind die Hölzer der neuen Generation ähnlich empfindlich auf Feuchtigkeitseinwirkung?

2. Kann man sie mit den Donic-Hölzern vergleichen?

3. Welchen Vorteil bringt mir ein solches Holz im Vergleich mit anderen Balsa-Hölzern? Ein Kumpel von mir berichtete mir kürzlich, er hätte früher ein besonders dickes und leichtes Holz von (ich glaube, bin mir aber nicht sicher) Yasaka gehabt, aus dem man ebenfalls mordsmäßigen Spin herausholen konnte, dass aber die gleichen von Manchen hier angesprochenen Probleme beim Block/Konter-Spiel hatte. Kennt jemand ein solches Holz, kann man es vergleichen.

So. Das war's erstmal. Ich hoffe, mir kann jemand ein paar der Fragen beantworten.

MfG
Tino
1. Es gibt keine Schlägerhölzer, die allgemeingesehen, nicht empfindlich gegen Feuchtigkeitseinwirkungen aller Art sind. Sicherlich wird hier auch nur eine geringfügige Feuchtigkeitseinwirkung angesprochen, die z. B. durch Körperschweiß entstehen kann. Das jemand sein Schlägerholz zum Baden mitnimmt oder Niederschlägen aussetzt, sollte hier wohl ausgeschlossen sein. Balsakernhölzer sind natürlich höher gefährdet als andere Holzarten, weil Balsaholz, wie schon erwähnt, physikalisch gesehen einen Schwammcharakter hat. Andere herkömmliche Schlägerhölzer können sich bei Feuchtigkeitseinwirkung durch unsachgemäße Lagerung z.B. ohne Ende verziehen. -----

Re-Impact-Technologie

Bei der Neuentwicklung der Re-Impact-Hölzer ist das Risiko eines Holzbruches durch geringfügige Feuchtigkeitseinwirkungen dauerhaft nicht gegeben, da jedes Schlägerblatt komplett und nahtlos in einer Versiegelungsflüssigkeit getaucht wird.
Ein besonderes neues Klebeverbundverfahren verhindert zusätzlich verrottungsbeständig ein Weichwerden des verwendeten Deckblattfurnieres und deswegen auch einen möglichen Verzug der Schlägerblattflächen.

Ähnliches trifft auch auf die Balsagriffschalen zu, die nach dem Aufkleben mit einem Porenfüller für Balsaholz gegen Schwitzwasseraufnahme versiegelt werden. Außerdem gibt es bei Balsaholz auch verschiedene Härtegrade von sehr weich bis hart, je nach Sedimenteneinlagerungen und Alter des Nutzholzes gesehen. Bei den Re-Impact-Hölzern wird bei den Balsagriffschalen ein besonders hartes Balsaholz, das sog. Ouartergrain verwendet, dass vornehmlich auch von Modellbauern im Flugzeugbau zur Stabilisierung verwendet wird.

Es wird allerdings empfohlen, den Kantenbereich der Schlägerhölzer in einer "Do it yourself" - Maßnahme nach dem Kauf bis zu zweimal mit einer Clou-Schnellgrundierungslösung oder bis zu viermal mit TT-Ball-Versiegelung (Zelluloid-Acetonlösung) nachzuversiegeln, um den Kantenbereichsschutz gegen evtl. Spielschäden (Tischberührungen) weiter zu erhöhen und darüber hinaus ein Kantenschutzband zu verwenden.

Wenn Balsagriffschalen schmutzig aussehen, dann liegt dieses meist an der Hygiene des Spielers selbst. Händewaschen vor dem Spielen hilft meistens schon, um dem entgegenzuwirken. Übrigens werden farbige Griffschalen genauso schmutzig; man nimmt dieses nur nicht so wahr, weil das menschliche Auge von der Farbe getäuscht wird. Versiegelte Balsagriffschalen lassen sich daher genauso mühelos wie schmutzige Hände waschen, wenn man die Verschmutzung vorsichtig mit etwas Seifenlauge und einer weichen Bürste entfernt und die so gereinigten Griffschalen dann bei warmer Zimmertemperatur trocknen läßt.

Wenn jemand sehr stark schwitzt und nicht immer auf Hygiene achten möchte, so sollte dieser zusätzlich ein Schweißband am Führarm verwenden und evtl. den Schlägergriff mit einem zusätzlichen dünnen Griffband belegen, dass keinen Einfluss auf eine Veränderung der Spieleigenschaften hat.

Zum anderen hat man sich etwas bei der Verwendung von Balsagriffschalen gedacht; diese unterstützen nicht nur das Ultraleichtgewicht, sondern erfüllen beim Re-Impact im Zusammenwirken mit anderen High-Tech´s sehr wichtige Spielfunktionen, die mit normalen Festholzgriffschalen nicht erreicht werden können. Gäbe es eine andere Holzart mit ähnlichen Eigenschaften, das noch fester wäre, dann würde das bessere Holz auch sofort verwendet werden.

Eine farbliche Einfärbung der Griffschalen ist nicht nur sehr arbeitsaufwendig, sondern erhöht auch merkbar das Grundgewicht der verwendeten Balsagriffschalen. Die bessere Lösung ist die naturfarbliche Schutzversiegelung dieser Griffschalen, die seit kurzem erfolgreich angewendet wird.

2. Die Re-Impact-hölzer sind eine Neuentwicklung und deswegen mit anderen herkömmlichen Schlägerhölzern in keinster Weise vergleichbar.

3. siehe weiter

http://www.achim@re-impact.de/ =>

Geändert von A.Rendler (29.12.2002 um 12:26 Uhr)
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