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Alt 23.11.2008, 15:39
aberlour aberlour ist offline
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AW: Erke German Open 2008

Zitat:
Zitat von mithardemb Beitrag anzeigen
Wäre es nicht besser grundsätzlich noch einmal nach dem Spiel zu messen. Damit würde man Spekulationen hinsichtlich dem Austausch des Materials eindämmen.
Von offizieller Seite heisst es doch, dass Crisan mit einem anderen Schläger als dem getesteten gespielt hat. Dann wären die Tuner-Spekulationen doch unerheblich.

--- de.ittf.com ---
Adrian Crisan hatte seinen Schläger vor dem Spiel freiwillig testen lassen und bereits zu diesem Zeitpunkt die Botschaft bekommen, dass seine Beläge zu dick seien. Laut eigener Aussage entschied er sich nun, zweigleisig zu fahren. Er reichte den Schläger seines Nationalmannschaftskollegen Constantin Cioti als Ersatzschläger zum Test ein und entfernte parallel dazu von seinem eigenen Schläger möglichst viel des recht dickflüssigen Festklebers, um unter die Toleranzgrenze zu kommen. Crisan sagt, auch diesen Schläger habe er dann erneut zum Test eingereicht, und beide Schläger seien als einwandfrei bewertet worden.

Dieser Darstellung widerspricht jedoch Michael Zwipp, der Oberschiedsrichter dieser German Open. Crisan habe nur einen Schläger zum Test vorgelegt und den auch in der Box zum Spiel zurückerhalten, dann aber mit einem anderen Schläger gespielt. „Das war sein Risiko. Natürlich sollte er mit dem Schläger spielen, der auch getestet wurde. Aber das hat er nicht”, sagt Zwipp.

Fest steht: Adrian Crisan spielte gegen Boll mit seinem eigenen Schläger und nicht mit dem von Cioti. Und dieser Schläger wurde nach dem Match getestet, mit dem klaren Ergebnis, dass die Beläge zu dick waren, sogar noch dicker als beim ersten freiwilligen Test.

Judit Farago, die Turnierkoordinatorin der ITTF, verkündete das Urteil: Adrian Crisan wurde disqualifiziert. Das Spiel wird als walk over für Timo Boll gewertet.”

Der deutsche Superstar wusste von all dem nichts. Er befand sich zu diesem Zeitpunkt schon fertig umgezogen im Hotel und stand kurz vor der Abreise. Nun kann er seinen Versuch, die German Open zu gewinnen, gegen den Japaner Kaii Yoshida fortsetzen. Aber richtig glücklich war Boll damit nicht, denn so will keiner gewinnen.
---

Ich fasse mal zusammen:
* Er hätte nach dieser Darstellung seine(n) Schläger freiwillig testen lassen
* Er hat mit einem anderen gespielt als dem getesteten (laut Aussage des OSR)

Meine Folgerung (und ich glaube den Aussagen des OSR jetzt einfach mal):
* Dass dann ein SR nach dem Spiel den ungetesteten Schläger nochmals testet ist damit doch völlig klar. Wenn ein Spieler schon einen anderen Schläger nimmt müssen dem SR ja Zweifel kommen (er darf/soll bei einem Verdacht nachträglich prüfen - steht explizit so in der Regel. Dieser Verdacht wäre damit ja mehr als gegeben)


Diese Darstellung (Auszug aus de.ittf.com) wurde im Thread weiter oben schon einmal eingebracht - aber die Tuner-Spekulationen und irgendein Verhalten bei US-Open sind natürlich wesentlich interessanter ...


PS: Sorry für die nachträglichen Änderungen, aber beim Kopieren des Textes aus de.ittf.com gabs gleich mehrfach Leerzeilen...

Geändert von aberlour (23.11.2008 um 15:46 Uhr)
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