Hallo Leute,
angeregt durch den TV-Beitrag zu Bolls Möglichkeit den Effet des Gegners anhand des Ballstempels zu erkennen, möchte ich ein paar Erfahrungen rein holen.
Laut dem Beitrag hat Timo die Möglichkeit die Rotationsrichtung des Balles auch noch bei sehr hohen Geschwindigkeiten wahrzunehmen, um so seinen Schlag an den Ball zu adaptieren.
Ich selbst habe dabei ein etwas anderes System. Ich beobachte die Schlagbewegung des Gegners, wodurch die Richtung des Effets schon einmal vorgegeben ist. Die Intensität des Effets schätze ich wiederum durch das Geräusch des Balles beim gegnerischen Schlag ein.
Beide Systeme haben meiner Meinung nach sowohl Vor- als auch Nachteile:
Die akustische Wahrnehmung ermöglicht eine sehr viel frühere Informationsaufnahme (beim Schlag, nicht erst während dem Rückflug). Somit lässt sich länger nach einem optimalen Rückschlag suchen, während man zeitgleich den Laufweg des Gegners beobachten kann, schließlich braucht man nicht mehr so lange auf den Ball achten.
Nachteilig ist hierbei jedoch, dass das akustische System auf einfache Weise ausgehebelt werden kann. Während sich in der Flugbahn des Balles keine Hindernisse befinden werden (optische Wahrnehmung also stets möglich) lässt sich das akustische System durch klatschende Zuschauer, am Nebentisch spielende Spieler etc. aushebeln.
Des Weiteren wird die akustische Wahrnehmung durch unterschiedliche Materialien des Gegners (Noppen!) verfälscht.
Bisher kenne ich von folgenden Spielern das verwendete Verfahren:
optische Wahrnehmung:
- Boll
akustische Wahrnehmung:
- Rosskopf
- Karakasevic
- ich
Was habt ihr für Erfahrungen in diesem Bereich gemacht? Welche Sinne setzt ihr ein? Habt ihr von einem ins andere System umgeschult?
PS: Der Link zum TV-Beitrag:
http://www.planetopia.de/archiv/2008...3_auswahl.html