Nachdem ich schon gut ein Jahr dieses Forum lese, muß ich jetzt auch mal meine / unsere Erfahrungsberichte über die Rendler Hölzer loswerden.
Für die es nicht wissen, wir spielen in Österreich bis auf eine Ausnahme in Dreiermannschaften und befinden uns zurzeit in der 2. höchsten Spielklasse unseres Bundeslandes mit sehr guten Chancen zum Aufstieg, danach gibts nach oben nur noch 2 Spielklassen...
Unsere 1. Mannschaft spielt inzwischen komplett mit T 5 G, schnelle Variante sind aber vom Spieltyp extrem verschieden:
unser Flo spielt ohne Furcht und ohne Hirn mit Maximum Belägen und frischgeklebt (Tibhar Rapid DTecs und Yasaka XTEND) - behauptet, die Kombination sei schneller als sein zuvor gespielter Butterfly PRIMO Carbon, tatsächlich kann er jetzt sogar fehlerfrei schupfen und lange Abwehr spielen. Was früher nie klappte war ein weicher fetter Eröffnungsspin, seine anderen Stärken wie brutaler tempoorientierter beidseitiger Spin und Gegenspin ist viel sicherer und gefährlicher geworden, da die Flugbahn nicht mehr so einfach berechenbar ist. Interessanterweise vibriert das Holz bei ihm leicht - ähnlich den T2 Hölzern, was ich aber auf die zu dicken Beläge zurückführe. Wie andere aus Tradition SPD wählen, muß er halt Maximum spielen...
Seine einzigste
noch vorhandene Kritik ist, daß er bei Rückraumgegentopspins mehr Kraft braucht.
Unser Horstl spielt Innova Premium 2,0 und Coppa Tagora 1,8 nicht frischgeklebt und ist ein klassischer Allroundspieler, eher langsame Topspins, Blocks, viel eingestreute Abwehr und Ballonabwehr; suchte ein neues Holz weil immer Angst vor´m gegenerischen Service hatte und ihm das frischkleben auf den A

ging. Jetzt kann er fast jeden Anschlag sicher parieren, auch über dem Tisch in den Angriff kommen; seine Hauptspielstärke ist seine Ausgewogenheit, daß er alles kann und kämpft.
Ich selbst spiele lange Abwehr, Stör- Block am Tisch, sowie fetten Vorbereitungstopspin. Beläge zurzeit: Coppa Tagora 1,8 nicht geklebt, Palio BE. Bei dem Holz bin ich gelandet (fast alle Rendler Hölzer probiert) weil ich bei fast allen Spielsituationen die beste Kontrolle habe, sicher kann ich mit einem MA 1 G einen brutaleren Druckschupf und explosiveren Topspin spielen, aber nicht so sicher blocken und abwehren, beim T2 stört mich der fehlende Druck im Angriff, dafür habe ich mehr Unterschnitt usw....
Die Belagwahl für Materialspieler gestaltet sich bei allen Rendler Hölzern schwieriger, da der NI den LN sehr stark beeinflußt.
Dieser Einfluß ist auf dem T5 G meiner Erfahrung nach am geringsten, eine auf dem MA 1 G völlig unspielbare Kombination von Cermet und Palio BE ist auf dem T5 G lammfromm und der Palio mutiert vom Zerstörer am Tisch zum extrem sicheren Abwehrbelag.
Empfehlen (für alle T und M Serien) kann ich weiche, nicht vorgespannte Beläge wie Stiga UL, Coppa Tagora...
Ansonsten werden wir natürlich weiter testen (aber nicht mehr Wechseln während der Meisterschaft)
Nochwas: Einmal Rendler immer Rendler, nach ein paar Wochen kann man nicht mehr mit einem normalen Holz spielen.
Ich hoffe der Achim verkauft sein Verfahren nicht so bald wieder...
Grüße in den hohen Norden
Marcel