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Alt 09.12.2008, 01:06
NostradamusXXX NostradamusXXX ist offline
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AW: Regionalliga Südwest 1/2, Saison 08/09

Zeulenroda-Triebes, den 08. Dezember 2008

Tischtennis-Regionalliga Herren


Post-Sechser gewinnt kampflos zwei wichtige Auswärtspunkte


TG 05 Nieder-Roden – Post SV Zeulenroda 0:9

(Stephan Baum) Es sollte das mit Spannung erwartete Duell um den Hoffnungsplatz 6 in der Regionalliga-Tabelle werden. Und die Postler waren heiß auf die sportliche Auseinandersetzung mit den Hessen, zumal an Position 1 kein geringerer als Richard Prause, seines Zeichens Bundestrainer, Trainer des Jahres 2008 und hauptverantwortlich dafür, dass Boll & Co. in Peking olympisches Silber gewann, an den Tisch geht. Doch es ist schon grotesk, was sich am vergangenen Wochenende in Deutschlands dritthöchster Spielklasse ereignet hat. Wie Vereinschef und Trainer Jörg Müller berichtete, stand sein Telefon gut 72 Stunden vor Spielbeginn nicht mehr still.
Hintergrund; der Gastgeber aus Nieder-Roden teilte telefonisch mit, dass aufgrund einer Weihnachtsfeier sein Spiellokal am Samstagabend um 18.00 Uhr belegt ist. J. Müller bot sofort an, das Heimrecht für diese - für beide Teams so wichtige - Partie, zu tauschen und das Hinspiel zunächst in Zeulenroda auszutragen. Doch darauf ließen sich die Hessen erst gar nicht ein. Im Umkreis von rund 25 km sind drei weitere Regionalligisten zu Hause. J. Müller räumte ein, dass auch in einer benachbarten Spielstätte die Begegnung stattfinden könne. Doch auch dazu war der Gastgeber nicht zu bewegen. Es war das definitiv letzte Punktspielwochenende für dieses Jahr und eine Verlegung auf den Sonntag konnten die Postler aufgrund der Landesmeisterschaften der Jugend in Meiningen (Phillip Schädlich ging hier an den Start) nicht zustimmen. Samstagabend 20.00 Uhr Spielbeginn, war das letzte Angebot von J. Müller, da man ja nach gut 4-5 Stunden Spielzeit auch noch eine Rückfahrt von gut 4 Stunden einkalkulieren muss. Das Gegenangebot der Gastgeber lautete Spielbeginn am Samstagabend 22.00 Uhr (!!!) J. Müller sagte: „Das hätte ich gegenüber meinen Spielern nicht verantworten können. Wir hätten uns die ganze Nacht um die Ohren geschlagen und wären ohne Schlaf bei den Landesmeisterschaften gestartet.“ Nur allzu verständlich, dass der Vorschlag der Gastgeber auf keine Zustimmung traf. Was als Ergebnis bleibt, ist, dass es Nieder-Roden vorzog, auf das Spiel zu verzichten und die Punkte den Zeulenrodaern zu schenken. Die Postler, die für ihre Fairness bekannt sind, nehmen die Punkte natürlich gern an, können sich aber über derartige Nikolausgeschenke nicht wirklich freuen
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