Lieber Armin Rohr: Vollkommen überwältigt war ich von deiner treffenden Analyse. Wieviel Einfühlungsvermögen muss man besitzen um einen Verein und dessen Vereinskameraden so treffend einzuschätzen.

Tatsächlich ist unser Verein dem Ende nah. Die Halle gleicht an unseren Trainingsabenden einer Begräbnisstätte. Die Wenigen, die sich dennoch in die Halle verirren, wirken wie erstarrt angesichts des bevorstehenden Untergangs. All überall der Geruch modriger Lethargie - ein wirklich trauriger Ort. Auch die Einschätzung der Mannschaftsleistungen und der Psyche einzelner Spieler macht vor Betroffenheit fassungslos. Dieses Gefühl, dass mit der Präzision eines Skalpells das Innerste nach außen gekehrt wird, läßt einen vor Ehrfurcht erschaudern.
Aus diesem Grund habe ich auch beschlossen, dem ein Ende zu setzen und mich nach einem neuen Umfeld umzuschauen. Ein Umfeld, welches jung und dynamisch ist und das einen auffängt, wenn man mal wieder vom hohen Erwartungsdruck zu zerbersten droht. Ein Umfeld beim dem man dann auch mal Kreisliga hinten spielen darf um sich nicht permanent vor Spielen einnässen zu müssen. Und da kommt für mich nur eine Mannschaft in Frage, welche so umfassend alle Bedingungen erfüllt: Im kommenden Jahr muss es in der Kreisligarunde Planckstadt I sein...
Danke, dass man mir die Augen geöffnet hat!