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Alt 25.12.2008, 18:14
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Rieslingrübe Rieslingrübe ist offline
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Daumen hoch Peter Cushing

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Zu Weihnachten endlich mal rein gezerrt - zwei Werke des unter Genre-Kennern geschätzten britischen Hammer-Studios:


- 'Draculas Hexenjagd' ('Twins of Evil', 1971), und

- 'Frankenstein muss sterben' ('Frankenstein must be destroyed', 1969)


Beide mit Peter Cushing. Und beide absolut sehenswert.

Gotische Gruselatmosphäre: Ausleuchtung, Kameraarbeit, Dekors... alles sehr stilvoll und gediegen.

Doch auch von den Effekten her nicht gerade zimperlich: Sägen & Bohren am offenen Schädel, Brutzeln auf dem Scheiterhaufen, abgetrennte Köpfe... mehr war in jener Zeit kaum zu machen, wollte man sich's nicht mit der strengen Zensur verderben, Schnitte, Auflagen und drastische Kürzungen riskieren.


Ich verstehe nun auch vollkommen, warum in der einschlägigen Fachliteratur - von David Pirie's 'The Vampire Cinema', William Eversons 'Classics of the Horror Film' , Rainer Dicks 'Stars des Horrorfilms' und Peter Osterrieds 'Horror Chronicles' bis zu Frank Trebbins 'Die Angst sitzt neben Dir'...

...der 1994 verstorbene Brite stets zur ersten Garde der besten Charakterdarsteller aller Zeiten
- nicht nur im Genre der Schauerschinken - gezählt wird.


Nichts gegen Bela Lugosi, Lionell Atwill, Vincent Price, Boris Karloff, Christopher Lee (dessen Gegenspieler Cushing in der Rolle des van Helsing in einigen Dracula-Verfilmungen der Hammer-Productions bekanntlich war), Anthony Hopkins, Udo Kier, Klaus Kinski, Gert Fröbe, Peter Lorre, De Niro & Co.

Doch gegen den besessenen, skrupellosen, verschlagenen und knallhart-entschlossenen Dr. Frankenstein, den Cushing im oben erwähnten Streifen verkörpert, kommt so schnell kein anderer Filmbösewicht an.


Fazit: Die von Altmeister Terence Fisher inszenierte, rund 97-minütige
FSK 16-Fassung im Verleih der Warner Brothers gehört unter jeden
blutroten Weihnachtsbaum...


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Geändert von Rieslingrübe (25.12.2008 um 18:34 Uhr)
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