Hi Jaskula,
Zitat:
Original geschrieben von Jaskula
Stimmt, Hauptursache der Ausbreitung des HauDrauf-Spiels ist der dicke Ball, weil er weniger Schnitt annimmt. Die kürzeren Sätze tragen hier nur einen kleinen Teil bei, da viele das Gefühl haben, einen Satz mit drei vier riskanten Bällen gewinnen zu können, was in manchen Fällen auch gelingt. Es geht zwar genauso oft schief, aber die Qualität leidet darunter. Zusammen mit den Auswirkungen des verflixten Medizinballs wird das Spiel in den unteren Klassen teilweise recht unansehnlich.
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nö, der 40er Ball sorgt auch dafür, dass das Bällchen weder so schnell ist noch so infernalisch drehen kann wie früher. In der Folge lässt sich der Ball sicherer spielen - auch in unteren Klassen!
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Dieses Argument geistert schon ewig hier rum, ist m.E. aber völlig haltlos. Erstens spielen die Wenigsten im Match einfach nur so rum, sondern versuchen zu gewinnen. Zweitens kann ich Dir versichern, daß Du in einer Spielklasse, die Deinen Fähigkeiten entspricht auch bis 21 alle Spiele verlieren wirst, in denen Du nicht konzentriert agierst. Wenn Du Dir erlauben kannst, nicht gegen, sondern mit dem Gegner zu spielen, dann wird das auch bis 11 so sein, weil Du dann einfach deutlich besser bist.
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Das kam falsch rüber. Selbstverständlich spiele ich konzentriert und wenn das reicht, ist gut. Habe ich einen etwa gleichstarken Gegner, dann sind es i.d.R. nur die paar Punkte am Satzendek, die über den Gewinn des Satzes entscheiden. Diese Phase hat psychisch eine andere Qualität. Das ist absolut an meinem Limit und nur dann spiele ich mein bestes TT.
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Es ist für mich völlig unverständlich, wie man das Abklopfen der Fähigkeiten des Gegners, das Durchspielen von taktischen Varianten und das Austesten der eigenen Tagesform dermaßen abwerten kann. Meiner Meinung nach sind gerade diese am Beginn eines Matches erkennbaren Prozesse entscheidend für die Entwicklung einer Strategie. Und nur wer eine Vorstellung davon hat, wie er zum Erfolg kommen will, kann gutes Tischtennis zeigen.
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Ja! Das ist eine ausgesprochen gute Beschreibung, das mache ich genauso. Ich habe im TT ausgesprochenen Offensivdrang, d.h. aber noch lange nicht, dass ich mir im Spiel blind die Hirnbüchse einrenne! Bei allen Spielen, die ich knapp spiele, spielt Taktik eine erhebliche Rolle. Das ist trotz meiner eindeutigen Spielausrichtung Schlägerschach.
Zitat:
Leider überwiegt heute eben die taktische Marschroute "ich-spiel-mein-Spiel-unabhängig-vom-Gegner-und-meiner-Tagesform.-Entweder-es-klappt-oder-nicht.
Welche Qualität solche Spiele haben ist auch klar.
Schade für unseren Sport.
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Sorry, das ist billige Schublade. Das wird weder durch die Sätze bis 11 noch vom 40er Ball begünstigt!
Dass ich mein Spiel durchsetzen will, liegt schlicht daran, dass ich einfach besser offensiv als allround oder defensiv spielen kann. Ich entscheide mit meinen guten Bällen, ob ich gewinne. Wenn Du mir jetzt das naturgemäß höhere Risiko eines solchen Spiels vorwirfst, dann kann ich das kaum mehr entkräften. Ich kann das Klickerspiel einfach nicht!

Dass der Ball die Bedeutung des direkten Spiels aufwertet, ist Fakt. Das habe ich akzeptiert und setze es um. Die Taktik ist schon eine andere geworden. Knappe Spiele sind jedoch nur unwesentlich kürzer als Spiele bis 21. BTW, Du hast jetzt 5 mal im Spiel Gelegenheit in die Verlängerung zu müssen und das kommt durchaus öfters vor. BTW2, mit dem 40er Ball haben sich die spielerischen Element klar erhöht. Meine Schnittaufschläge sind nicht mehr so effektiv, der schnelle Spin kommt öfter zurück und der Schuss auch. Dafür kann ich jetzt letztere aber öfter spielen!
Das ist völlig i.O., das gilt für die 11, den 40er Ball und die Aufschlagregel!
Gruß, Spinshot