Zitat:
Zitat von Abwehrtitan
...Noch nie, aber noch nie, in welcher kriegerischen Auseinandersetzung auf diesem Planeten hats irgendwen ein feuchten Dreck interesiert, ob Familien auseinander gerissen wurden, Kinder gemeuchelt wurden, gebrandschatzt wurde, das materielle Interesse (und letztlich steht dahinter wieder einmal das mächtige darwinistische Prinzip) steht immer im Vordergrund. Der stärkste besetzt die Nische, nicht der moralisch am meisten integere.
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Der Wettlauf um die Resourcen ist nur Ausdruck des Überlebenwollens, alles was im Weg steht wird beseitigt. Auch dieser Krieg, so sehr er als Religions - und Glaubenskrieg deklariert werden mag ist nichts anders als Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen. Der Stärkere tut was er will, letztlich bügelt er den Widerstand des Schwächeren nieder.
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Glaubst du die Hamas schmeißt die Bomben, weit gefehlt, überlege Dir wer dahinterstecken könnte, wer hat ein Interesse daran, daß dieser Konflikt niemals endet, wer könnte beispielsweise wollen, daß die arabische Welt einen Haß auf die Israelis bekommt, bzw, sich dieser verstärkt ? Die Hamas wird nur benutzt.
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Kein Problem, Wolfgang - ich suche ja - wie bereits erwähnt - den Dialog.
Habe mal ein paar Deiner Zeilen rausgepickt und verweise auf meinen Beitrag Nr. 180 aus diesem Thread. Da habe ich bereits entsprechend erläutert, wie ich die von Dir aufgeführten Punkte derzeit realistisch betrachte:
Zitat:
Zitat von Carstens_Brüderchen
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1. Die zivilen Bevölkerungsteile einer solchen Grenzregion sind letztlich immer Spielball politischer Interessen und somit die Leidtragenden gewesen.
2. Wer "Recht hat", interessiert in Kriegssituationen eher selten.
3. Geschichte wird von den Siegern geschrieben.
4. Die territoriale Zuordnung ist letzten Endes eine Frage der Zeit - die kulturelle Zuordnung schließt sich daran an.
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Es handelt sich um nicht mehr als einen Statthalterkrieg der Kulturen und der Religionen, der - würde er durch die Protagonisten selbst ausgeführt - vermutlich zu einem weltweiten Gemetzel ausufern würde. Doch da kommen dann auf beiden Seiten die wirtschaftlichen Interessen ins Spiel; eine (noch) vom Öl getriebene friedliche Koexistenz der Großmächte und Glaubensgruppen, die es verbietet, sich gegenseitig Schuhe an den Kopf zu werfen.
Doch was kommt nach dem Öl? Wird die Menschheit es bis zum Versiegen der Quellen geschafft haben, gegenseitige Toleranz in Kultur- und Glaubensfragen zu üben? Ich glaube nicht.
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Soviel - wie gesagt - zur realistischen Situationseinschätzung. Geändert wird an dieser Situation allerdings nichts, wenn nicht endlich jemand aus der Geschichte lernt. Das habe ich mit meinem letzten Beitrag ausdrücken wollen. Wie ich die Chancen für eine friedliche Regelung einschätze, entnimmst Du wiederum dem Schlusssatz von Beitrag 180.
Beide Beiträge stehen übrigens nicht im Gegensatz zueinander. Beitrag 180 betrifft vorwiegend Ursachenforschung und Einschätzung der Lage, während Beitrag 268 sich mit im Kern mit möglichen Wegen beschäftigt, die beschritten werden müssten, um etwas Positives zu bewirken. Die Frage danach wurde hier immer wieder gestellt.
Allerdings haben sich die Parteien - auch hier - eher voneinander entfernt, statt sich anzunähern.
Ein Koch, der ein Rezept verrät, kann nicht unbedingt erwarten, dass es auch gekocht wird. Und - um bei dem Vergleich zu bleiben: Warum sollte er deswegen selbst das Kochen einstellen?
Viele Grüße und auch Dir einen schönen Abend
Olaf