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Alt 21.01.2003, 16:33
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Nur fürs Fernsehen?

Von Andreas Lin


Irgendwie erinnert die derzeitige Situation und Diskussion im Sportkegeln verteufelt an die Veränderungen, die im Tischtennis in den vergangenen Jahren realisiert wurden - zum Leidwesen vieler Sportler. Zuerst der größere Ball, dann das Schlachten der heiligen Kuh "21" mit der Verkürzung der Sätze auf 11, die Einführung von Auszeiten und nun noch eine veränderte Aufschlagregel. Und alles nur, um mit aller Macht das Medieninteresse zu wecken. Vor allem das Fernsehen, denn nur dadurch kommt man auch an Sponsoren und somit auch ans Geld.

Doch der gewünschte Effekt im Tischtennis ist weitgehend ausgeblieben. Zwar haben sich auch die Kreisklassenakteure längst an den großen Ball und die kurzen Sätze gewöhnt (oder gewöhnen müssen). Aber dass das Fernsehen Tischtennis quasi neu entdeckt hat, darauf warten die Zelluoidballfetischisten immer noch. Selbst bei den hochkarätig besetzten German Open in Magdeburg gab es nur ein paar Minuten zu sehen, beim jüngsten Europaligaspiel Deutschland gegen Belgien in Ludwigshafen war trotz der Bedeutung (die Abstiegsrunde drohte) kein überregionaler Sender vor Ort. Und ob die Sätze bis 11 mehr Spannung gebracht haben, sei auch dahingestellt.

Bei den Sportkeglern könnte die Reduzierung der Kugelzahl vielleicht bewirken, dass bei kürzerer Gesamtspieldauer der eine oder andere Zuschauer mehr kommt. Aber deswegen auf verstärkte Fernsehpräsenz zu hoffen, ist illusorisch.

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