Thema: Dosenpfand
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Alt 22.01.2003, 14:10
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aleol ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Die Umsetzung klappt meiner Meinung nach noch nicht gerade ideal. Wenn ich z.B. gerade irgendwo unterwegs bin und eine Dose für die Fahrt kaufe, habe ich meist keine Chance, das Pfand woanders wiederzubekommen.

Prinzipiell halte ich den Zweck des Dosenpfandes für wichtig.

Zur Erinnerung: für Deutschland wurden schon vor Jahren Quoten festgelegt, wieviel Prozent der Getränke in den ökologisch sinnvolleren Mehrwegverpackungen (Wiederverwendung und sie landen nicht überall im Straßengraben) abgefüllt und verkauft werden sollten. Mit dieses Quoten hatten sich auch Handel und Getränkeindustrie einverstanden erklärt, das Dosenpfand war als eine Art Sanktion gedacht, um Druck ausüben zu können, daß die Quoten auch wirklich erfüllt werden.
Mit der Zeit wurde aber die Quote der Einwegverpackungen immer höher, was zum einen sicherlich an der Verbrauchern lag, aber auch an der Preisgestaltung und dem Marketing von Industrie und Handel.
Und auf einmal, als die gesetzlich vorgegebenen Quoten nicht erfüllt wurden, fing die Industrie an zu klagen, und in der Hoffnung, daß schon nichts passieren würde, hat auch der Handel absolut keine Konzepte für eine Einführung des Dosenpfandes beschlossen (daher auch die kurzfristigen, nicht befriedigenden bisherigen Lösungen).

Ich halte es für richtig, daß es jetzt eben nicht mehr viel bequemer (und billiger) ist, eine Einwegflasche oder Dose Bier oder Cola etc zu kaufen und diese nach Verzehr idealerweise in den Müll, oft aber auch einfach in die Gegend werfen zu können.

Kritisch zum Dosenpfand ist anzumerken, daß es für den Verbraucher selber nun immer noch nicht unbedingt günstiger ist, Mehrwegflaschen zu kaufen. Dosen sind meist immer noch billiger, und viele Verbraucher haben das Gefühl, daß es ja egal sei, ob nun Mehrweg- oder Einwegverpackung, Pfand gilt ja für beides.
Hier wäre auf jeden Fall dringend eine Aufklärungskampagne von Nöten, um Käufern, aber z.B. auch VerkäuferInnen im Supermarkt etc. klar zu machen, daß es eben eigentlich nicht egal sei, was man kauft und daß Mehrwegverpackungen ökologisch sinnvoller seien.
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