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Alt 22.01.2003, 22:58
D.G. D.G. ist offline
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@Spatzenhirn

1. Zur Klarstellung: meine Tochter braucht genauso wenig wie Sebastian das familiäre Umfeld zu verlassen, d.h. sie schläft zu Hause. Sie nimmt im Gegensatz zu Sebastian zusätzlich noch das BTTV-Angebot der pädagogisch betreuten Studierzeit im Internat in Anspruch, was natürlich für uns nicht kostenlos ist.

2. Wenn man Deinen Ausführungen folgt, dann haben nur Kinder eine Chance im Tischtennis erfolgreich zu sein, wenn entweder Vater oder Mutter Tischtenniscracks sind oder die Eltern über genügend Kohle zur Förderung ihrer Kinder verfügen.

Was sagst Du dann zu Christian Süß. Ein atypischer Fall?

Wenn Du Recht hättest: Wofür brauchen wir dann noch eine Förderung durch die Landesverbände und den DTTB. Dann wäre dies ja alles zum Fenster hinausgeschmissenes Geld.

Auch wenn ich nur Laie bin, kann ich hier Deiner Auffassung nicht folgen.

3. Aus Deinen Äußerungen "Ich mag es als Trainer nicht, wenn Eltern sich zu arg `reinmischen" und "Eigentlich interessiert mich die Meinung von Laieneltern gar nicht. " entnehme ich, dass Du der Trainerzunft angehörst.

4. Deine weitere Äußerung "Ein guter Trainer hört aber wenigstens etwas zu, bzw. tut wenigstens so. " sagt sehr viel über Dich aus. Zum einen, dass Du Dich für erfolgreich hälst, zum anderen klingt dies sehr snobistisch. Zum Fahren sollen die Eltern gut sein, aber ansonsten sprichst Du Ihnen jeden Sachverstand ab. Na Bravo!

5. Wenn Du selber keine Kinder hast, dann sind Dir in manchen Dingen die Eltern haushoch überlegen, beispielsweise können sie viel besser erkennen, wann ihre Kinder zur Regeneration eine Pause brauchen. Meine Erkenntnis in den letzten 4 Jahren: Die Trainer interessiert fast ausnahmslos in erster Linie nur ihr Trainingsplan. Flexibilät ist für sie ein Fremdwort, bzw. wird als Einmischung verstanden.

6. Warum wir das ganze mitmachen: Solange es der Tochter Spaß macht und sie Erfolg hat, werden wir sie nach bestem Wissen und Willen auch fördern. Ihrer Persönlichkeitsentwicklung war dies bisher bestimmt nicht abträglich, sondern gerade das Gegenteil. Sich durchbeißen in kniffligen Situationen, auch vor Hunderten von Zuschauern die Ruhe behalten, das sind Dinge, von denen sie auch im späteren Berufsleben nur profitieren kann. Deshalb Spatzenhirn: nicht alles so negativ sehen.

7. Wenn Du soviel von Dir hältst, dann ist Zivilcourage für Dich kein Fremdwort. Dann müsste es für Dich doch ein leichtes sein, Dich zu erkennen zu geben. Wir haben es als Eltern ja auch. Also mach es genauso und zeige Zivilcourage. Ich würde mich sehr darüber freuen.

Geändert von D.G. (22.01.2003 um 23:12 Uhr)
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