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Alt 02.02.2009, 12:30
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02.02.2009
50. 000 Euro fehlen am starken Team
TISCHTENNIS: Bundesligist TuS Bad Driburg geht auf Sammel-Tour
VON JULIA RADTKE


Angeschrieben
Bad Driburg. Beim TuS Bad Driburg muss etwas passieren. Die drei Damen verlieren fast jedes Spiel, stehen auf einem Abstiegsplatz und die Zuschauer sind unzufrieden. "So macht das keinen Spaß mehr", sagt auch Manager Franz-Josef Lingens. Sein Plan: Nächste Saison muss ein besseres Team her. Dafür hat er die beiden besten Talente Europas ins Auge gefasst: Daniela Dodean und Elizabeta Samara. Das Problem: Dafür braucht der TuS mehr Geld

"Wir haben bei den beiden schon mal schriftlich angefragt", berichtet Lingens. Noch haben die beiden Rumäninnen nicht geantwortet, das sei allerdings auch das kleinere Problem. Viele Spielerinnen kommen nur zu gerne zum TuS, weil bei dem Driburger Verein immer pünktlich gezahlt wird und das Klima stimmt. "Wenn das Geld passt, würden Dodean und Samara bestimmt kommen", sagt Lingens. Für die nächste Saison stehen dem TuS bislang etwa 50.000 Euro zur Verfügung. Sollen zwei Topspielerinnen wie die Rumäninnen nach Bad Driburg kommen, bräuchte der Verein aber das Doppelte.




Manager Franz-Josef Lingens hat sich in den letzten Monaten Gedanken gemacht. So wie es im Moment beim TuS läuft, kann es nicht weitergehen. Das Mindeste was in Bad Driburg fehlt, ist eine Nummer eins, die mit den Besten der Liga mithalten kann. "Dann müssen wir jetzt entweder einen Schlussstrich ziehen oder eben in die Offensive gehen." Er will das Unternehmen "Top-Team" angehen. Mit zwei Talenten wie Dodean und Samara könnte der TuS wieder ganz oben in der Tabelle mitspielen, ist sich der Driburger sicher.

Daniela Dodean steht auf Platz 32 der Weltrangliste, Elizabeta Samara auf Rang 39. Bei der Weltmeisterschaft in Zagreb haben es die beiden bis ins Achtelfinale geschafft, die anderen 14 Gegner waren alle gebürtige Asiatinnen. "Das zeigt die Stärke der zwei", erklärt Lingens. "Das ist wirklich die Creme de la Creme in Europa."

Darum macht er sich ab jetzt auf die Sponsoren-Suche. Dabei ist sich der TuS-Manager durchaus bewusst, was da auf ihn zukommt. Viele Unternehmen müssen im Moment auf Kurzarbeit umstellen und sogar Mitarbeiter entlassen - zur Zeit sitzt das Geld nirgends locker. "Aber von allein kommt keiner", sagt Franz-Josef Lingens und ist optimistisch. "Wir müssen das jetzt einfach versuchen." Außerdem seien im Tischtennis nicht horrende Summen wie in anderen Sportarten nötig. Und er sei auch nicht auf der Suche nach einem neuen Hauptsponsor. Mehrere mittlere Sponsoren könnten auch einiges bewirken. "Und die könnten sich dadurch in ganz Deutschland einen Namen machen", erklärt er.

Immerhin tritt der TuS im ganzen Land an.

Auf der Wunschliste des Driburger Vereins steht auch Ding Yaping. Sie spielt im Moment bei Hannover 96, würde aber liebend gern zum TuS wechseln und hatte Herbert Waggermayer beim Spiel vor zwei Wochen sogar persönlich angesprochen. Aber die Deutsche ist nicht billig. "Es geht da schon um fünfstellige Summen", verrät Lingens, will aber nicht konkreter werden.

Und dann gibt es da ja auch noch das jetzige Team. Li Bin und Shi Qi würde der Verein gerne halten, sie haben sich ganz gut entwickelt. Ying-Ni Zhan wird wohl nicht bleiben. "Für uns hat es keinen Sinn und ihr bringt es auch nichts", sagt Lingens. Obwohl er nicht ausschließen möchte, dass die 19-Jährige nicht vielleicht als Ersatzspielerin bleibt.


Jetzt kommt es aber wirklich knüppeldick für Ying-Ni Zhan, nachdem sie jetzt auch kein A-/B-Kadermitglied mehr ist und auch nicht mehr im Leistungszentrum von Düsseldorf mittrainieren darf.
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