SF Urlau I - TSG Leutkirch III 7:9
Hallo zusammen,
nach über 3,5 Stunden Spielzeit und einem nervenaufreibenden Spiel konnten wir am Samstag die nächsten zwei Punkte zum "Projekt: Aufstieg" beisteuern und das Lokalderby - vielleicht etwas glücklich - für uns entscheiden.
Die Gastgeber boten ihre nominell stärkste Aufstellung auf, während wir erfreulicherweise auf Roland Schmuck zurückgreifen konnten.
Der Start verlief allerdings nicht sehr erfolgsversprechend. Unser Spitzendoppel Rieger/Eschler verdiente diese Bezeichnung gegen Rudhart/Dorn nicht, zumal die beiden Urlauer gut harmonierten und uns den Schneid völlig abkauften.
Besser machten es da schon Schmuck/Saß beim ungefährdeten 3:0 über Bruder/Krug. Sauter/Tasch lieferten sich mit Holl/Huber einen offenen Schlagabtausch, der dann allerdings im 5. Satz "pro Urlau" endete.
Anschließend folgten dann drei TSG-Siege am Stück. Urlaus Spitzenspieler Jürgen Rudhart war gesundheitlich angeschlagen und daher nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. Dennoch musste unser "Sachsen-Ronny" über die volle Distanz von 5 Sätzen gehen, bis sich der Erfolg durch eine Serie gefürchteter Vorhandkracher schlussendlich einstellte.
Andi Mader kam mit meinem Material überhaupt nicht zurecht und unterlag trotz relativ knappen Sätzen mit 0:3.
Gunnar Saß bog seine Partie gegen Michael Bruder nach verlorenem 1. Durchgang noch um und gewann am Schluss ungefährdet.
Roland Schmuck agierte gegen Thomas Krug gewiss nicht schlecht, aber beim 1:3 machte sich vor allem die fehlende Trainingspraxis bemerkbar.
Nachdem sich Adi Sauter am Nebentisch verdientermaßen in vier Sätzen gegen Reinhold Huber durchsetzen konnte, hatte unser Jugendersatz David Tasch die Chance, durch einen Sieg eine 6:3-Führung herzustellen. Bis zum 9:4 im 5. Satz sah es auch danach aus, aber dann riss der Faden und Michael Holl gelang wirklich alles. Sieben Punkte in Folge bedeuten also nicht ein 6:3, sondern stattdessen ein 5:4 für Leutkirch nach dem 1. Durchgang.
Wenn er fit ist, dürfte J. Rudhart für mich eigentlich eine Nummer zu groß sein. Aber - siehe oben - dem war an diesem Tag eben nicht so. Folglich konnte ich auch mein 2. Einzel gewinnen und, was viel wichtiger ist, einen Punkt auf das Mannschaftskonto "hieven".
Im Duell der beiden "2er" agierte A. Mader cleverer, auch weil Ronny E. so manches Mal zu arg mit sich haderte.
Die Herren Bruder und Schmuck boten anschließend ein gutklassiges Spiel mit schönen Ballwechseln. Leider heißt unsere Sportart aber nicht Schach, sondern Tischtennis, und einer musste am Ende gewinnen. Dies war der Urlauer Sportskamerad, der somit für den 6:6-Ausgleich sorgte.
Die Partie Krug vs. Saß mutierte daraufhin zum "Scheideweg". Eine Niederlage Saß` hätte - da A. Sauter nebenan gegen Holl nur die Gratulation blieb - ein 8:6 für Urlau bedeutet. Unser "4er" konnte einen 0:2-Satzrückstand aber dank seiner Erfahrung noch umbiegen. D. Tasch zeigte sich nervenstärker als im 1. Einzel und ließ Huber keine Chance.
Die Geschichte des Schlussdoppels ist schnell erzählt. Mir gelang 5 Sätze lang praktisch gar nichts, Kamerad Eschler immerhin ab und zu etwas.
Urlaus Akteure führten in diesem unansehnlichen Duell im letzten Durchgang noch mit 7:3, ehe Ronny die arme, weiße Kugel malträtierte und auch noch die Tischhälfte des Gegners traf.

Einen Schönheitspreis gab´s für den finalen Sieg also nicht, aber das Einzige, was zählte, waren zwei wichtige Zähler für unser Punktekonto.
Noch kurz zu den restlichen Partien vom Wochenende:
Deuchelried schlug Baindt ziemlich eindeutig und setzte sich so wieder an die Tabellenspitze. Respekt!

Lindau-Zech errang erneut ein 8:8 gegen Hauerz, was aber angesichts der letzten Vergleiche zwischen beiden Teams keine
allzu große Sensation darstellt. Mal sehen, was KOW davon zu berichten weiß...
Die anderen Matches endeten exakt so, wie von mir prognostiziert. Vielleicht hätte ich doch Lotto spielen sollen?
Eine schöne Woche euch allen und bis bald.
F. Rieger, TSG Leutkirch