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AW: 9:0 Wertung provoziert
Mit dem "Abschenken" eines Spieles ist das so ein generelles Problem in unserem Sport. Die Gründe für ein "Abschenken" können sehr mannigfaltig sein.
Ein Spieler kann sich verletzen, er kann unpässlich sein, er kann schlichtweg nicht da sein, wenn er gerade (wie beispielsweise Lee) dran wäre, ihn ödet der Gegner an oder die gegnerische Mannschaft, er hat sich über irgendetwas geärgert, er hat keine Lust mehr ... was auch immer. Alles schon tausendfach erlebt.
Ein Nachweis, woran es nun genau lag, ist schlichtweg unmöglich. Ich wüsste nicht, dass ein Spieler bei Aufgabe eines Spiels einen Grund für seine Aufgabe angeben müsste (z.B. gegenüber dem Oberschiedsrichter).
Die schon so oft zitierte Regel - ich vereinfache nun mal - mit dem Appell an einen Spieler, doch bitte schön sein Möglichstes zu tun, um ein Spiel zu gewinnen, ist in der Praxis nicht anwendbar.
Man stelle sich diese Regel doch bitte schön mal auf des Deutschen Lieblingssport Fußball projeziert vor. Beispiel: Ein ansonsten als wieselflink bekannter Abwehrspieler verliert ein Laufduell gegen seinen Gegenspieler. Ein Tor fällt dadurch. Hat der Abwehrspieler nun alles ihm Menschenmögliche getan, um das Tor zu verhindern? Hatte er gerade keine Lust zum schnellen Laufen? War ihm übel? --> Regel nicht anwendbar!
Noch ein Beispiel von einem Spiel Leiselheim vs. Mainz von einigen Jahren zuvor. Der Mainzer Spieler Zhang gab damals sein erstes Einzel gegen Björn Baum auf, weil er (wie ein Mannschaftskollege von ihm andeutete) nicht sein Gesicht als überragender Spieler im Falle einer Niederlage verlieren wollte.
Gegen den zweiten Leiselheimer trat er dann später an - und gewann. Mainz ebenfalls vor voller Hütte mit 9:7.
Die viel zitierte Regel wäre hier ebenfalls nicht anwendbar. Wie will man dem Spieler irgendein wie auch immer geartetes Ansinnen seines Handels beweisen? Völlig unmöglich. --> Regel nicht anwendbar!
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