Einzelnen Beitrag anzeigen
  #103  
Alt 31.01.2003, 09:31
Benutzerbild von Fozzi
Fozzi Fozzi ist offline
Wasser schwimmt den Fisch
Foren-Urgestein - Master of discussion *****
 
Registriert seit: 11.12.2001
Ort: Bensem
Alter: 55
Beiträge: 17.716
Fozzi ist ein angenehmer und geschätzter Diskussionspartner (Renommeepunkte mindestens +150)Fozzi ist ein angenehmer und geschätzter Diskussionspartner (Renommeepunkte mindestens +150)
Ich ärgere mich maßlos über Leute, die sich nicht entschuldigen können. Das gehört beim Tischtennis genauso dazu wie das Händeschütteln vor und nach dem Spiel. Warum wünsche ich dem meinem Gegner vor dem Spiel "ein gutes Spiel" (bei uns so üblich). Doch nicht, weil ich will, dass er gewinnt. Warum schmettere ich denn jedem Kantinengänger ein lautes "Maaaaaaahlzeit" entgegen? Weil es mir ein Bedürfnis ist, das er eine tolle Mittagspause verlebt?

Für mich hat die Entschuldigen bei Nassen einen ähnlichen Charakter wie jede andere Höflichkeit auch. Man sollte sie nicht wörtlich nehmen, man sollte sie nicht übertreiben, aber es gehört dazu. Alles andere zeugt für mich persönlich entweder von einem verbissenen Gewinnenmüssen oder von schlechter Erziehung.

Aber wie das bei Manieren und Höflichkeit eben ist, erstens kann das jeder halten wie er will und zweitens muß ja nicht jeder mit dem Strom mitschwimmen, wenn er/sie nicht will.

Ergänzung: Bei Zuschauern geht es mir genauso. Bei Spielen mit vielen Zuschauern wird der Applaus bei Nassen sicher zunehmen, weil sich zum einen mehr Nicht-Insider unter dem Publikum befinden und zum anderen wahrscheinlich die Sicht schlechter sein wird.

PS Habe gerade letzten Freitag das Publikum angemotzt, weil sie bei nem offensichtlichen Nassen laut geklatscht und gekröllt haben. Nach dem Spiel haben sich die beiden "Sünder" bei mir ausdrücklich entschuldigt und wir haben noch ein sehr nettes Gespräch in der Kneipe geführt. Ich finde, so macht Tischtennis doch richtig Spaß.....
__________________
Wer vom *Schnitzelverbot* für Geringverdiener faselt, möchte vor allem eines retten: das Recht, Unsinn zur Freiheitsstatue aufzublasen. Der Verbrenner wird zum Freiheitskämpfer erklärt und das Kotelett zur letzten Bastion der Arbeiterklasse.
Man könnte ja einmal fragen, warum die Geringverdiener immer dann entdeckt werden, wenn es ums Recht auf Lärm, Abgas und Billigfleisch geht * aber selten, wenn es um Lohn oder Miete oder Würde geht.
Allen Widrigkeiten zum Trotz

Geändert von Fozzi (31.01.2003 um 13:50 Uhr)
Mit Zitat antworten