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Alt 03.02.2003, 15:46
Manfred Manfred ist offline
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Manfred ist zur Zeit noch ein unbeschriebenes Blatt (Renommeepunkte ungefähr beim Startwert +20)
Mit der Antwort von Ralph war ich eigentlich zufrieden, denn so habe ich es auch gehört. In Deutschland wird es also eindeutig so gehandhabt, dass, wenn beide Spieler 9 Punkte erreicht haben, in diesem Satz sich die Spieler nicht mehr auf die Wechselmethode einigen können. Außerdem handelt es sich hier sicherlich um ein äußerst selten vorkommendes Problem - nein, nicht mal ein Problem sondern eine Diskussion "um des Kaisers Bart".
Dass das aber in Österreich anders gesehen wird, wundert mich nicht, denn der Wortlaut der Regel spricht für eine andere Auslegung. Die Worte "früheren Zeitpunkt" können sich nur auf die 10 Minuten beziehen, da vom Zeitpunkt und nicht vom Spielstand die Rede ist. Aber auch, wenn man mit Zeitpunkt den Spielstand gemeint hätte, bedeutet das Wort "auch", dass es einen beliebigen früheren, aber auch späteren Zeitpunkt geben kann (vermutlich ist damit gemeint, dass die Spieler sich auch nach 11 Minuten einigen können, wenn der SR vergessen hat, die Wechselmethode einzuführen). Für die deutsche Auslegung spricht allerdings, dass in einem Absatz mehrere Regelungen zusammengefasst sind. Dadurch könnte man meinen (meint man), dass durch die Formulierung im ersten Satz "Außer wenn beide Spieler 9 Punkte erreicht haben" in keinem Falle mehr in diesem Satz die Wechselmethode möglich ist.
Auch nach Sinn und Zweck der Regel macht es keinen Sinn, die einvernehmliche Einführung der Wechselmethode auf einen Spielstand zu begrenzen. Gerade wenn keiner mehr den Mut zum Risiko hat und in der Verlängerung nur noch auf Sicherheit gespielt wird, macht es doch Sinn, dass man sich mit dem Gegner auf die Wechselmethode einigen kann.
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