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Beim chinesischen Penholder-Griff sind Daumen und Zeigefinger auseinandergezogen, das Schlägerblatt wird je nach Schlag zwischen Zeigefinger und Mittelfinger oder zwischen Daumen und Mittelfinger festgeklemmt. Der Griff dient dabei nur als Stütze gegen die Handwurzel. Die Finger auf der Rückseite sind gekrümmt, der Ringfinger und der kleine Finger liegen auf dem Mittelfinger und nicht auf dem Schläger.
Beim japanischem /koreanischen Penholder-Griff liegt der Zeigefinger um den Griff (deshalb auch die Erhöhung, die beim chinesischen Griff fehlt) und berührt den Daumen. Die restlichen Finger liegen flach als Fächer auf der Schläger-Rückseite.
Vorteil des chinesischen Griff: sehr große Handgelenksbeweglichkeit, leichteres Blocken auf der Rückhandseite. Nachteil: Der Schläger liegt nur lose in der Hand.
Der japanische Griff bietet dafür größere Kraftübertragung bei Vorhandschlägen und liegt deutlich sicherer in der Hand.
Die reinen Griff-Formen gibt es heute nur noch sehr selten. Z.B. hat Chiang Peng Lung seine Finger nicht flach auf der Rückseite aufliegen, obwohl er den japanischen Griff spielt. Liu GuoLiang legt dafür bei Serien harter Schläge mit der Vorhand die Finger flach auf, ändert also seinen chinesischen Griff, um mehr Kraft in die Schläge legen zu können.
Tendenziell spielen Halbdistanz-Spieler eher den japanischen Griff ( man braucht mehr Platz und Zeit für die Rückhand-Schläge), und Spieler, die dicht am Tisch spielen, bevorzugen den chinesischen Griff.
Ich selber spiele einen japanischen Penholder-Griff, obwohl ich meistens dicht am Tisch spiele, da dieser viel sicherer in der Hand liegt. Die geringere Handgelenksbeweglichkeit kann ich durch stärkeres Vorbeugen (damit ergibt sich ein geschlossenerer Winkel beim RH-Block) wettmachen, da ich recht groß bin.
Als Vorbild für europäische Spieler über 1,80m bietet sich Chiang Peng Lung an. Die Technik der Schläge ist etwas anders als bei den kleineren Spielern.
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