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Alt 05.02.2003, 14:59
randyandy randyandy ist offline
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Dieser Artikel ist zB aus der Pforzheimer Zeitung:

Millionär plant hoch dotierte Tischtennis-Turnierserie in Europa

Hannover (dpa) - Herr Yukawa aus dem Fernen Osten hat den Weg nach Westen entdeckt. Der Besitzer des Textilkonzerns Kenshoen in Kyoto, der vor drei Jahren aus Liebe zu seinem Hobby Tischtennis den Super Circuit in seinem Heimatland Japan installiert hat, möchte die hoch dotierte Turnierserie auf Europa ausweiten.
Zugleich sucht er neue Absatzmärkte für seine Produkte. Deshalb führt der steinreiche Geschäftsmann in dieser Woche Sondierungsgespräche mit Ausrüstern und Versandfirmen in Deutschland. Der frühere Doppel-Weltmeister Steffen Fetzner unterstützt ihn dabei als Berater bei seinen Besuchen in Dortmund, Hamburg und Grenzau.
«Yukawa investiert jedes Jahr zwölf Millionen Euro in Tischtennis. Er möchte das Ballspiel zu einer der populärsten Sportarten überhaupt machen», erklärte Fetzner die Motive des eigenwilligen Unternehmers, der mit den Verkauf von teuren Kimonos und Tischtennis-Bekleidung zu Discount-Preisen Millionen verdient. Vor drei Jahren lockte er mit fürstlichen Honoraren Stars wie die Ex-Weltmeister Jörgen Persson (Schweden), Jean-Philippe Gatien (Frankreich) und Fetzner nach Asien. Zunächst wurde die Aktion als «Spleen» belächelt, die öffentliche Resonanz in Japan war anfangs mager. 100 Fans verliefen sich in den Hallen.

Doch Yukawa gab nicht auf. Er kaufte einen Pay-TV-Kanal, in dem die Spiele live übertragen werden. Die Zuschauerzahlen liegen jetzt öfter über 1000. Die Profis kassieren ein ordentliches Jahresgehalt sowie Siegprämien von 6000 Euro bei einem fünftägigen Turnier. Insgesamt 20 Turniere im Jahr umfasst das Programm, dem Gesamtsieger winkt fast eine Million Euro. Bis auf Europameister Timo Boll aus Gönnern, Werner Schlager (Österreich), Schwedens Tischtennis-König Jan-Ove Waldner und Chinas Asse folgten die anderen Weltklassespieler dem Lockruf des Geldes nach Japan.

«Er ist ein seriöser Mann, der unser Geld pünktlich bezahlt. Wenn man solche Leute hat, sollte man sie einbeziehen»», meinte Fetzner. Der Millionär aus Kyoto hat sich nach anfänglichen Widerständen mit dem Weltverband ITTF und dem japanischen Verband arrangiert. Eine Ausweitung des Super Circuit nach Europa könnte aber zu Problemen mit den nationalen Verbänden und zu Termin-Kollisionen mit der Bundesliga führen. Die hat bereits mit Regeländerungen auf die Abwanderung von Spielern wie Jörg Roßkopf und Peter Franz reagiert.

«Wenn er in Europa Fuß fassen will, dann muss er das in Deutschland machen», meinte Fetzner und legte die strategische Ausrichtung für seinen «Chef» fest. Denn neben Frankreich, wo er sich am Samstag mit Ex-Champion Gatien in Paris trifft, und Belgien bietet der deutsche Tischtennis-Markt mit seinen vielen Ausrüsterfirmen und einem Star wie dem Weltranglistenersten Boll (21), der noch viele Jahre an der Spitze stehen kann, die interessantesten Perspektiven für Herrn Yukawa auf dem Weg nach Westen.
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