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stimme ich nicht zu
Es sind zwar ganz nette Denkanstöße dabei, trotzdem muss ich Spatzenhirn's Beitrag hier mal entschieden widersprechen:
Ganz zu schweigen von den in der Weltspitze mit beidseitig Material ausgestatteten überaus erfolgreichen Chinesinnen
--> also die Chinesinnen, die wirklich vorne landen, sind ja wohl immer noch diejenigen, die beidseitig Noppen-innen spielen (siehe Wang Nan, Li Ju, Niu Jianfeng oder der neue Star Guo Yue). Wer bei den German Open gesehen hat, wie Jie Schöpp gegen Niu Jianfeng Bälle sammeln gehen durfte, wird wohl kaum sagen, dass bei den Damen nicht athletisch und beidseitig Topspin gespielt werden kann ...
Die 12-jährige(!!!) Amelie Solja spielt sich (bei U15) bis ins Finale (...) Jede Wette, so sie gesund ist, kommt sie bei den Top 12 in zwei Wochen unter die ersten drei!
--> Da halte ich dagegen, denn wer nur wenige Wochen nach dem Top48 beim Top16 gewesen ist, hat gesehen, dass man mit einem solchen Spielsystem eben in der Regel nur kurzfristigen Erfolg hat (bzw. nur bis zu einem bestimmenten Niveau erfolgreich spielt). Beim Top16 ist sie, wenn ich mich recht erinnere 9. geworden (in der ersten Stufe nur 4. in der Gruppe).
"Ich will Weltmeisterin werden!" - sagen die Besten von ihnen nicht selten. Mit 11, 12, 13 schmeißen sie dann hin.
--> Genau dieser Fall tritt bevorzugt dann auf, wenn die Kinder in ganz jungen Jahren einfach nur für den kurzfristigen Erfolge ne Noppe verpasst bekommen und dann nach spätestens drei, vier Jahren auf einmal gegen alle diejenigen verlieren wo sie vorher gewonnen haben (weil mit 11 oder 12 halt nur sehr wenige die Möglichkeiten haben um gegen "krumme Noppenspieler" zu gewinnen).
Die Sache mit der technischen Grundausbildung ist ja nicht einfach so vom Himmel gefallen. Es geht da ja darum, dass die Kinder möglichst vielseitig ausgebildet werden, damit sie später dann eben nicht nur am Tisch stehen können und den Ball irgendwie mit ihrer Noppe rüberdrücken. Denn wenn auf der anderen Seite jemand steht, der weiß wie man gegen so was spielt (und die technischen Möglichkeiten hat) dann kann man noch so unorthodox spielen, man hat halt einfach keinerlei Chance, wenn man sein Spiel nicht irgendwie variabel gestalten kann.
Damit ich jetzt nicht falsch verstanden werde, ich bin keiner derjenigen, die die Noppen abschaffen wollen oder so etwas. Im Gegenteil. Die Frage ist nur, in welche Richtung diese von dir angesprochene Ausbildung gehen soll. Ein einfaches "wir verpassen jetzt allen unseren Mädchen eine Noppe, dann gewinnen sie schon mal gegen alle, die damit überhaupt nicht zurecht kommen" kann es ja wohl nicht sein!
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