Zitat:
Zitat von powerpaul
Über die Beweggründe der Medien bin ich mir durchaus bewußt (schlechte Nachrichten verkaufen sich immer gut), aber trotzdem geht mir diese Täter-orientierte Berichterstattung auf den Sack.
Auf gut Deutsch: Dieses kranke A....loch soll in der Hölle schmoren (wenn es denn doch eine geben sollte).
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Auch wenn das von einigen hier vielleicht als das "gesundes Volksempfinden" abgetan wird, möchte ich mich hiermit dieser Sicht trotzdem anschließen...
Ich empfinde es auch als einen absoluten
Mangel an Mitgefühl, Solidarität und Einfühlungsvermögen (mit den Opfern!), wenn in den Medien ein Übermaß an Berichterstattung nur dem Täter und seinen Umständen gewidmet ist!
Auch das "Argument", dieses oder jenes hilft den Angehörigen oder Hinterbliebenen jetzt ja auch nichts mehr, finde ich ebenso zynisch wie scheinheilig.

Es zeigt die Unfähigkeit zu trauern bzw. zu echtem Mitgefühl,
das am ehesten geeignet ist, den Schmerz partiell zu mindern. Mein Hass als Betroffener würde durch eine übersteigerte täterorientierte Berichterstattung befürchte ich, nur noch viel größer werden.
(Allein wenn ich mir vorstelle, was hier für hoffnungsvolle, begabte, liebenswerte und mit aller Hingabe, Leidenschaft, voller Hoffnung und Liebe erzogene junge Menschen unschuldig und sinnlos in der Blüte ihres Lebens kaltblütig und bestialisch ermordet wurden, dazu in einem absoluten "Schutzraum" noch, kommen mir auch bzw. nicht nur die Tränen...)