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AW: Amoklauf in Winnenden und Wendlingen
Zu 1) Vor möglichen Nachahmern kann man sich nicht schützen. Inwiefern ich von potentiellen Nachahmern gesprochen habe, erschließt sich nicht nur mir nicht. Ich habe gewiss auch nicht für potentielle Nachahmer geschrieben.
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass der moderne (aber ehrenamtlich geförderte) Sportverein für manche Jugendliche nicht der soziale Rückhalt ist, der er sein könnte, vielleicht auch müsste. Gewiss ist das aber auch ein ziemlich hoher Anspruch an den Verein.
Zu 2) Bei den Schreibverboten sind wir uns einig.
Zu 3a) Jeder sollte die Möglichkeit bekommen / nutzen, sein Mitgefühl auszudrücken. Und hier das richtige Maß zu finden, ist schwierig.
Natürlich gibt es in unserem Sport extreme Verhaltensweisen, aber den Zusammenhang zwischen der Sportart und der Gewalt von Tim halte ich für sehr konstruiert. Agressionen oder Frustrationserfahrungen erleben Menschen in unterschiedlichsten Sportarten. Dass jetzt ein TT-Spieler zum Amokläufer wurde, ist tragisch. Aber der Amokläufer hätte genausogut ein Basketball-oder Fußballspieler sein können, der bspw. von seinem Trainer lange Zeit nicht eingesetzt wurde.
Zu 3b) Man muss den Mörder und Selbstmörder drastisch verurteilen. Aber man muss ihn ebenso analysieren dürfen. Schließlich muss man auch aus seinem Fall lernen dürfen. So zynisch das zunächst klingt. Keiner besitzt dabei ein absolutes Expertenwissen (wie auch?). Aber warum sich nicht austauschen und versuchen Antworten auf Fragen zu finden, die jeder stellt?
Zu 3c) Da gibt es auch keinen Dissens
Ich bin froh über Deine Antwort gewesen. Hoffe auf weitere fruchtbare Diskussionen!
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