Einige Aspekte der Rechtschreibreform finde ich schon positiv. Z.B. die Abschaffung einiger doch ziemlich komplizierter und vielleicht auch unnötiger Komma-Regeln, denn mal ehrlich, wer von uns kannte denn noch alle über 20 Regeln. Auch die vermehrte Ableitung von Verben, Adjektiven oder Substantiven nach der Stammform ist für uns vielleicht ungewohnt, aber erleichtert zukünftigen Schülergenerationen doch einiges, da jetzt wieder ein bißchen mehr Logik in der Sprache steckt.
Was ich allerdings hasse ist die Eindeutschung von Fremdwörtern. Diese Wörter kommen nun mal aus anderen Sprachen, und sie sehen meistens einfach fürchterlich aus, wenn man krampfhaft versucht, deutsche Schreibregeln auf sie anzuwenden.
Und wenn ich mit den alten Schreibweisen nicht zurechtkomme, dann gibt es ja zumeist auch noch deutsche Wörter mit der gleichen Bedeutung. Aber O.K. diese Einstellung von mir hat lediglich ästhetische Gründe.

Ach übrigens, ich mische bei meinen Beiträgen hier natürlich ganz bewußt die alte mit der neuen Rechtschreibung. Das hat auf keinen Fall irgendetwas mit Unkenntnis oder Schwächen in der Rechtschreibung zu tun
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Versuchungen sollte man nachgeben, wer weiß, ob sie wiederkommen. (Oscar Wilde)