Als Mannschaftsführer genau so einer Mannschaft, kann ich dir nach gut zehnjähriger Erfahrung mit meinen Kollegen, die menschlich und sportlich gut zusammenpassen, nur sagen: ein Patentrezept gibt es nicht, wohl aber ein paar Grundregeln, die man beachten sollte:
1. Du brauchst mind. 4 echte Stammspieler, die fast alle Spieler mitmachen und dies völlig unbhängig von der Zahl der Gelegenheitsspieler. Im Ernstfall fallen nämlich alle Wackelkandidaten am gleichen Termin aus, so daß die Idee zwei 50%-Spieler machen einen Stammspieler nie funktioniert, s.a.
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2. Jugendersatzspieler sind die optimale Ergänzung für so ein Team. Sie sind zumeist zeitlich flexibel, kurzfristig verfügbar und freuen sich über Einsätze. Wir jedenfalls wissen, was wir an unseren Nachwuchsleuten haben und hegen und pflegen sie so gut wir können.
3. Versuche nie Spiele zu verlegen, bei jedem Ersatztermin fehlen garantiert noch mehr Leute.
4. Terminplanung vor der Saison ist entscheidend, hier kann man viel abfedern.
5. Aufstellung (zumindest innerhalb der Mannschaft) sollte immer nach Spielstärke erfolgen. Was die mannschaftsübergreifende Aufstellung angeht, unbedingt 1.) berücksichtigen.
Mit diesen Rahmenbedingungen bekommt man das Management einer solchen Truppe eigentlich ganz gut hin. Man sollte sich jedoch vorher im klaren sein, daß die Doppelergebnisse mangels eingespielter Kombinationen eher suboptimal ausfallen werden und das ungeachtet der formalen Mannschaftsstärke ein Saisonziel Aufstieg unrealistisch ist, da mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in den entscheidenden Spielen Ausfälle zu kompensieren sind.
Des weiteren erfreut man sich ligaintern nur einer bedingten Beliebtheit, da man durch die ständig wechselnden Aufstellungen kaum ausrechenbar ist. Und überraschende Niederlagen gegen Abstiegskandidaten erfreuen die Mitbewerber ebenso wenig wie Siege in Bestaufstellung gegen Aufstiegsaspiranten. Da gibt's dann immer mal wieder Sprüche wie "Mannschaft ist eine Wundertüte" oder "programmierte Wettbewerbsverzerrung.
Aber wir lassen uns unseren Spaß am TT-Sport nicht kaputtmachen.