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Alt 11.02.2003, 12:36
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Lokalpresse Böblingen-Kleinwalsertal:

Tischtennis: Frauen der SV Böblingen verlieren in der 2. Bundesliga nur 4:6 gegen Spitzenreiter
Böblingen - Stark gehandicapt gingen die Tischtennis-Frauen der SV Böblingen gegen Casino Kleinwalsertal an die Platte. Und hielten trotzdem prima mit, verloren nur 4:6.


Ein Drama. Zuerst Nierenbecken-Entzündung, dann Magengeschwür. Nach vier Monaten Pause zweimal im Einsatz. Jetzt mit Herzbeschwerden erneut im Krankenhaus. Die Rede ist von Qian You, Böblingens chinesischer Tischtennis-Spielerin, die momentan die ganze Leistungsbreite eines Internisten nachfragt. Zu allem Überfluss sind auch noch die chronischen Knieprobleme von Stine Christ da. Qian fehlte, Christ gratulierte im Einzel kampflos.


Trotzdem verkaufte sich die SV Böblingen gegen Spitzenreiter Casino Kleinwalsertal prächtig. Andrea Bamann, Leistungsträgerin der Frauen II, kam im Doppel zu ihrem Bundesliga-Debüt. Die Dettenhauserin machte ihre Sache gut, genoss die Zweitliga-Luft, konnte aber keine Bäume ausreißen. Dafür punkteten Urban/Kurz im Doppel. Im Einzel machte Alexandra Urban gegen die Casino-Frau Yanhua Yang-Xu gewaltigen Druck mit der Vorhand. Dazu blockte und konterte die Böblingerin sensationell. Immer, wenn die Chinesin einen Topspin-Ball zog, bekam sie ihn postwendend zurück - Sieg für Urban gegen die drittbeste Spielerin der 2. Liga.


Raffaela Kurz war schon besser als im Spiel gegen Angelina Gürz, allerdings eine der besten 14-Jährigen Deutschlands. Petra Beck schaffte es mit großem Kämpferherz bis in den fünften Satz gegen Sandra Peter. Doch da geriet sie gleich hoch in Rückstand und konnte nicht mehr aufholen. Spielstand zur Pause 4:2 für die Gäste aus dem Skiparadies, weil Stine Christ als Nummer zwei zwar einen Ball spielte, aber dann wegen ihrer Verletzung aufgab. Das ist eine zulässige taktische Variante, damit Raffaela Kurz nicht nach vorne aufrücken muss.


Im zweiten Durchgang machte Alexandra Urban gegen Jana Dobesova da weiter, wo sie gegen Yang-Xu aufgehört hatte. Mit atemberaubend schnellen Schmetterschlägen, vom Auge kaum zu verfolgen. Am Ende ein 3:1-Sieg für die Böblingerin. Damit hatte sie zum zweiten Mal an diesem Tag eine Klassenspielerin geschlagen. 8:6 stand es im fünften Satz zwischen Raffaela Kurz und Sandra Peter. Die Böblingerin war motiviert bis in die Haarspitzen, beweglich und erfolgreich. 11:6 am Ende. Damit hatte sich Trainer Martin Kellers Aufstellungsvariante zur Hälfte ausbezahlt.


Dann kam noch Petra Beck an die Reihe. Das Problem der Nummer vier: Man spielt oft allein, weil die Partie am Nebentisch schon beendet ist. Alle Augen sind auf einen gerichtet und erwarten einen Sieg. In der Vorwoche gegen Otterswang ging es für Beck gut aus. Immer wenn sie mit der Vorhand gegen Angelina Gürz zum Zug kam, sah auch diesmal die Böblingerin gut aus. Doch das war nicht oft genug der Fall.

Die Ergebnisse (SVB zuerst genannt): Beck/Bamann - Dobesova/Yang-Xu 0:3, Urban/Kurz - Peter Gürz 3:0, Urban - Yang-Xu 3:1, Christ - Dobesova 0:3 (kampflos), Kurz - Gürz 1:3, Beck - Peter 2:3, Urban - Dobesova 3:1, Christ - Yang-Xu 0:3 (kampflos), Kurz - Peter 3:2, Beck - Gürz 1:3.
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