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AW: Wechselfieber_2009
Waltemode und Lütz - die nächsten beiden gehen
Von Dirk Krampe am 23. März 2009 22:36 Uhr
DORTMUND Die zweite Spielerin nach Svenja Spriestersbach verlässt den BVB - dass ausgerechnet Friederike Lütz noch vor der endgültigen Klarheit über die Zukunft des Bundesliga-Handballs dem Klub am Wochenende ihre Entscheidung mitgeteilt hat, künftig für Buxtehude zu spielen, war ein Schlag ins Genick.
Christoph Waltemode: Neuanfang in Nevidis.
Foto: Menne
"Ich kann ihre Entscheidung verstehen", sagte Abteilungs-Vize Andreas Heiermann. "Aber sie ist ein echtes Eigengewächs. Das tut natürlich besonders weh."
Nummer 1 in Wuppertal
Rückschläge wie diese musste man wohl einkalkulieren, während parallel die Bemühungen, den Leistungssport am Leben zu erhalten, auch am Wochenende unvermindert weitergingen. Auch die Verantwortlichen der Tischtennis-Abteilung haben einen Abgang zu verkraften. Deren Chef Bernd Möllmann musste jetzt den Wechselantrag von Christoph Waltemode bearbeiten - Dortmunds Nummer sechs hat auf dem engen Markt eine Nische gefunden und wird in der kommenden Saison in Wuppertal als Nummer 1 des Regionalligisten TuS Neviges aufschlagen. "Eine Entscheidung, die ich nachvollziehen kann, die uns aber natürlich trifft", gesteht Möllmann.
Der "Rest" des Tischtennis-Sextetts hält derweil ähnlich wie die Mehrzahl der Handballerinnen noch still - und wartet die "Woche der Wahrheit" (Zitat Andreas Heiermann) ab.
Schockstarre gewichen
Nach den wohl unstrittig vier anstrengendsten Wochen ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit werden Möllmann und Heiermann spätestens am Wochenende klarer sehen. Es ist bemerkenswert, dass die anfängliche Schockstarre schnell einer umtriebigen Geschäftigkeit gewichen ist. "Gustl Wilke war der Initiator", gibt Heiermann unumwunden zu. "Sein Elan und seine konstruktiven Lösungsvorschläge haben uns alle angespornt."
Eine Tendenz, ob und wie es weitergehen kann, wollte keiner der Beteiligten äußern. "Es ist klar, dass ich nicht bis zum Schluss kämpfe, wenn ich keine Chance sehen würde", meinte Heiermann nur. Möllmann sagte: "Ich glaube weiter an eine Gesamtlösung."
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