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AW: Hessenliga Süd/West 2008/09
So steht es nun im Darmstädter Echo
SV Darmstadt 98 im Glück
Tischtennis: Nervenaufreibender 9:4-Sieg über TTC Dorchheim beschert Aufstieg in die Oberliga – Am Ende entscheiden drei Sätze gegen das punkt- und spielgleiche Team von Preußen Frankfurt
(NOF) Spannender und nervenaufreibender hätte der Rundenabschluss nicht sein können – aber auch nicht glücklicher. Mit einem 9:4-Erfolg – nach 1:3- und 3:4-Rückstand – gegen den Tabellenvierten TTC Dorchheim-Hangenmeilingen verteidigte der SV Darmstadt 98 am Samstagabend den zweiten Tabellenplatz in der Tischtennis-Hessenliga Süd/West der Männer und steigt neben dem vorzeitig feststehenden Meister SG Anspach in die Oberliga auf.
Dachte man Mitte der Woche, ein 9:4-Erfolg würde reichen, war allen Spielern am Samstag bewusst, dass es einen Rechenfehler gegeben hatte. Ein 9:2 musste her, um wirklich sicher zu sein. Das war gegen die Gäste, die in der Rückrunde erst zwei Spiele verloren hatten, aber schon nach den Eröffnungsdoppeln und dem ersten Einzel von Yübo Wang nicht mehr möglich. Nach Spielende liefen die Telefone heiß, das Resultat der Partie Erbenheim – Preußen Frankfurt musste her, um Gewissheit zu bekommen. Hier war bereits im Vorfeld bekannt, dass die Gastgeber mit einer Rumpfmannschaft antreten würden. Nur auf den Positionen eins bis drei war die Stammbesetzung am Tisch. Der Rest kam aus dem dritten Erbenheimer Team (Bezirksklasse), zwei der Spieler hatten dabei ihren ersten Hessenliga-Einsatz.
Nach dem Bekanntwerden des Frankfurter 9:1-Erfolges begann die Zeit der Rechenschieber. Bei Punkt- und Spielgleichheit musste nun das Satzverhältnis entscheiden. Dies gibt die Internet-Plattform der Spielresultate für die Öffentlichkeit aber nicht her. So mussten sämtliche Spielberichte der Darmstädter und Frankfurter ausgedruckt, addiert und hochgerechnet werden. Danach hatte der SV 98 nach ersten Resultaten mit einer um einen einzigen Satz besseren Endsumme die Nase vorn. Es durfte unter Vorbehalt gejubelt werden. Ein Anruf am frühen Sonntagmorgen beim zuständigen Klassenleiter in Frankfurt-Liederbach brachte die Bestätigung. Er bescheinigt den Darmstädtern sogar ein um drei Zähler besseres Satzverhältnis. Der SV 98 ist damit aufgestiegen und will mit gleichem Team in der nächsten Saison in der vierthöchsten deutschen Tischtennis-Klasse antreten, der Oberliga Südwest.
Darmstadts Abteilungsleiter Ernst Hinkel, der selbst nicht mehr so richtig an den Aufstieg geglaubt hatte, freut sich, dass die Mannschaft wohl so weiterspielen wird. „Für Neuverpflichtungen fehlt das Geld. Mitte der vergangenen Woche wurde in einer gemeinsamen Sitzung der Amateurabteilungen mit dem Hauptverein klar, dass die Zuschüsse für alle um etwa zehn Prozent gekürzt werden“, sagte Hinkel. „Die Tischtennis-Abteilung kommt aufgrund guter Medienpräsenz dabei noch ganz gut weg. Wir müssen aber auch sehen, dass wir durch Trikotwerbung und weitere Sponsoren unsere Kasse zusätzlich auffüllen können“, fügte der Abteilungsleiter hinzu. Sicher ist nach seinen Worten, dass der SV 98 nach dem Umzug aus der asbestverseuchten alten Spielstätte (über dem Bessunger Hallenbad) die nächste Zeit in der Sporthalle der Lichtenbergschule bleibt.
Trotz aller Siegesfreude wollte Mannschaftsführer Olav Heine den Konkurrenten aus Frankfurt nicht vergessen. „Wir hatten das Glück knüppeldick auf unserer Seite.“ Auch am Samstag, als Yübo Wang im zweiten Einzel im vierten Satz 5:10 zurücklag und noch gewann. Oder Andreas Deckert, der im letzten Einzel im fünften Satz einen 3:8-Zwischenstand in ein 11:8 drehte und damit den Siegpunkt machte.
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