Zitat:
Zitat von Ische
Kannst Du das bitte etwas näher erläutern.
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Gerne. Erfolge im Leistungssport erfordern gewisse Rahmenbedingungen wie z. B. gute Trainer, leistungsbereite Kinder und nicht zuletzt unterstützende Eltern. Wenn die in der Praxis funktionierende und nachgewiesenermaßen erfolgreiche Zusammenarbeit von Trainern, Kindern und Eltern permanent im Trainingsalltag boykottiert wird, geschieht das wohl nicht grundlos. Ausschließen kann man hier meiner Meinung nach allerdings die Intention, die weitere Entwicklung der betroffenen Kinder zu fördern. Wenig hilfreich im Hinblick auf eine Leistungssteigerung scheint mir außerdem auch die Beurlaubung der verantwortlichen Trainerin zu sein oder Trainingsverbote auszusprechen. Erfolg fördert auch Neid. Manche Eltern fragen dann, warum das erfolgreiche Kind öfter mit dem Trainer trainiert als das eigene Kind und so weiter. Die Tatsache, dass die eigenen Kinder gar nicht erst bereit sind, für ihren Erfolg so hart zu arbeiten, fällt dabei unter den Tisch. Die Folge ist, dass immer wieder Eltern anfangen, ihren Unmut zu bekunden, weil sie glauben, dass ihre Kinder benachteiligt werden. Um nicht in Erklärungsnotstand zu geraten, könnten Verantwortliche in einer solchen Situation auf die Idee kommen, das Problem anders zu lösen. Wenn keine Leistungssportler mehr da sind, gibt es auch keinen Streit mehr über Trainingsmethoden. Also entfernt man die identifizierte Ursache des Erfolges, nämlich die Trainerin, löst die erfolgreiche Trainingsgruppe auf und schränkt für die betroffenen Kinder die Trainingsmöglichkeiten ein, wohlwissend, dass es dabei nicht bleiben wird. Wenn sich dann die „Unruhestifter“ zu anderen Wirkungsstätten orientieren, ist das Problem doch schon fast gelöst. Der zweite positive Nebeneffekt: Nach außen ist man das Opfer, da man ja verlassen wurde und wird auch noch bemitleidet.