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Stellungnahme SC Bayer
Wir bedauern sehr, dass zwei sehr nette und talentierte Spielerinnen (Yuko und Nina) sowie eine ausgezeichnete Trainerin (Ildiko) unseren Verein verlassen haben.
Eine öffentlliche Diskussion darüber finde ich sehr schade, wir haben niemandem Steine in den Weg gelegt und ich kann auch nirgendwo eine Stelle finden, in der wir um Mitleid bitten.
Jedoch fühlen wir uns vom Verein aus zu einer Stellungnahme verpflichtet:
Der SC Bayer 05 fördert auch weiterhin den Leistungssport im
Jugendbereich, und hätte gerne auch mit allen Beteiligten weitergearbeitet.
Nicht umsonst hat der Verein zu Beginn des Jahres 2009
zwei der Spielerinnen für das SC Bayer Perspektivteam nominiert, welches
dazu dient talentierten Sportlern eine zusätzliche Hilfe anzubieten.
Das sportliche Konzept wird im Rahmen der
Gesamtstrategie des Vereins von der Abteilung vorgegeben.
Die Trainer werden vom SC eingesetzt und haben demnach der strategischen
sportlichen Leitlinie der Abteilung zu folgen (alle gemeinsam in Kooperation
und Abstimmung mit der sportlichen Leitung).
Individualförderung von Spielern hat dabei ihre Grenzen (ebenso wie Ressourcen begrenzt sind). In einem Verein lebt man als Solidargemeinschaft.
Der Leistungssportler ist Teil dieser Gemeinschaft und eben kein Individuum,
welches in irgendeiner Weise ein besonderes Recht erworben hätte, besser gestellt zu sein (auf Kosten der Gemeinschaft).
Er kann also nur dann mehr Ressourcen in Anspruch nehmen, wenn er sich selber im Gegenzug in der Pflicht sieht, der Gemeinschaft auf andere Art und Weise zu helfen (z.B. als Sparingpartner zur Verfügung stellen etc.)
Eine isolierte Trainingsgruppe, die sich nicht gewillt zeigt sich in die Gemeinschaft einzubringen, kann nicht die Zielstellung irgendeines Vereins sein.
Es geht eben nicht nur darum in der Öffentlichkeit ab und an mit einem positiven Artikel präsent zu sein, sondern eine leistungsfähige Gemeinschaft zu schaffen (mit teilweise besonderen Bedingungen für Einzelne im Sinne einer Sonderförderung), in der alle Spaß haben, sich aktiv einzubringen.
Wenn eine solche Gemeinschaft dauerhaft abgelehnt wird, ist
das die Entscheidung einzelner Trainer, Kinder oder auch deren Eltern.
Und dass eine Trainerin entlassen oder "entfernt" wurde (mit welcher der Verein viele viele Jahre sehr gut zusammengearbeitet hat und ihr sehr dankbar dafür ist!) ist schlichtweg falsch.
Es war der eigene Wunsch, nicht der strategischen Ausrichtung
des Vereins zu folgen und mit den anderen Trainern zusammenzuarbeiten.
Wenn zwischenmenschliche Probleme dafür verantwortlich sind, ist das
sicherlich eine Sache die, wenn denn gewüscht, nur zwischen den Beteiligten selbst hätte geklärt werden können.
Viele Grüße
Sebastian Rangs
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