Das die Mitgliederzahlen sinken ist keine außergewöhnliche Sache, anhand der zahlreichen anderen Freizeitmöglichkeiten, zudem kommen noch zahlreiche andere Sachen hinzu:
1) Ein Dschungel von Regeländerungen jährlich die teilweise nicht mal mehr erfahrere langjährige Spieler kennen
2) Steife Trainignszeiten (z.B. Di Do jeweils von 20-22 uhr) Angenommen einer hat einen Monat Spätschicht, dann kann er schon mal nen Monat das Training vergessen.
3) Man ist angewiesen an einen Trainingspartner. Selbst als Bezirksliga Spieler hat man häufig Probleme einen halbwegs ordentlichen Traingspartner zu finden
4) Der Klassiker: Ferien=> kein Training


(Gerade wenn man Zeit hat.....)
5) Punkspiel/Turnier => Sportliche Aktivität steht idR. in keinem Verhältniss zu Anfahrt und Spielzeit. Wenn es blöd läuft ist man bei einem Punkspiel in der Bezirksliga 2 stunden gefahren um dann 6 sätze zu spielen.... Bei Spielern die höherklassig spielen kann es noch viel krasser aussehen
6) "Fitness-Faktor" fällt so gut wie weg. Man braucht sich nur die Leute anzuschauen die TT-Spielen. Als "Athleten" kann man 90 Prozent der TT-Spieler überhaupt nicht bezeichnen.
7) Sporart ist sehr komplex (Schnelligkeit auf die kurze Distanz, Spin usw.) Ohne viel und vor allem gutes Training durch Trainer ist die Sportart kaum zu beherschen.
8) Material spielt eine große Rolle. Jeder der schon mal im Freibad mit einem Micky-Maus schläger TT gespeilt hat, weiß das die lust zu spielen relativ schnell vergeht. Viele Hobby-Spieler wissen gar nicht das Material so viel ausmacht.
9) Überalterung in den TT Vereinen. Tischtennis wird immer mehr (vorallem in den Dorfvereinen) von alten Leuten gespielt somit ist der Anreiz für den jugendlichen idr. relativ gering.
Wenn man sich jetzt die Punkte, die mir so spontan eingefallen sind anschaut, kann man sich eigentlich über Miegliederzahlen im TT wirklich nicht beschweren...