|
@ Nacki, DerMitDemBallTanzt
Warum soll man den Boom im Skispringen, Biathlon und jetzt auch schon im Langlauf nicht mit Tischtennis vergleichen können? Die haben alle erhebliche Regeländerungen (neue Schanzen, neues Material, neue Stilarten wie Scating usw.) mit zum Teil völlig neuen Wettbewerben hinter sich. Und die Fernsehsender haben eine nahezu perfekte Übertragungstechnik entwickelt, die diese Sportarten auch den Nicht-Fachleuten nahebringt. Das liegt doch nicht daran, dass das Freiluftsportarten sind, sondern daran, dass die es über Stars gepaart mit "modernen" Regeln und z.T. großartigen Fernsehübertragungen geschafft haben, ein riesiges Medien-Interesse zu wecken.
Dieses Medien-Interesse - und daran beißt keine Maus einen Faden ab - sorgt für volle Kassen (auch für viele Trainer und die Betreuung des Nachwuchses) und einen enorm Zustrom in diese Sportarten.
Nochmal: Meines Erachtens haben unsere Regeländerungen nicht viel für die "Telegenität" unseres Sports gebracht. Mit Ausnahme der Sätze bis 11 - die sorgen, gerade für die vielen Nicht-Fachleute unter den Fernsehzuschauern, ohne Zweifel für erheblich mehr Spannungselemente. Und davon "lebt" nunmal jede Sportart - alles andere wird als langweilig empfunden.
Nur: Die Regeländerung allein nutzt gar nichts, wenn es keine Stars gibt (siehe z.B. Volleyball, Badminton), sie nutzt etwas (siehe z.B. Basketball mit der 20-Sekunden-Regel), wenn es Stars (wie Nowitzky und die Nationalmannschaft), das heißt: i n t e r n a t i o n a l e Erfolge gibt. Aus diesen Erfolgen muss man was machen - macht also mit und hört auf über die "Randsportart Tischtennis" zu jammern.
|