Stimmt, wir waren die ganze Saison über im Niemandsland (vollkommen überraschend für mich; ich habe mich eigentlich vor der Runde auf Abstiegskampf bis zum letzten Spieltag eingestellt

).
Vor ein paar Wochen habe ich mich mit einigen Spielern von Oberndorf unterhalten: Sie meinten auch, dass sie absolute Befürworter einer Relegation sind (nicht wirklich überraschend, wenn man dreimal nacheinander knapp am Aufstieg vorbeischrammt).
Folgende Frage: Warum konnten andere Bezirke vor dieser Saison eine Relegation beschließen (Oberfranken, teilweise auch Niederbayern), und wir in Schwaben stimmen noch nicht einmal über Pro und Contra ab? In der WO habe ich hierfür folgenden Abschnitt gefunden, den man vor der Saison bei den allgemeinen Aufstiegsregelungen hinzugefügt hat:
Zitat:
G 4 Allgemeine Aufstiegsregelungen
...
In allen bayerischen Spielklassen kann in Ergänzung der allgemeinen Abstiegs- und Aufstiegsregelungen (G2 bis G5) fakultativ auch ein Relegationsverfahren zur Ermittlung von zusätzlichen Aufsteigern bzw. zur Auffüllung der übergeordneten Spielklassen eingeführt werden.
Dieses Verfahren kann wahlweise auch getrennt in Herren-, Damen-, Jungen- bzw. Mädchenligen eingeführt werden.
Die Entscheidung über die Einführung trifft für die Verbandsebene der Vorstand Sport, für die Bezirksebene der Bezirksvorstand und für die Kreisebene der Kreisvorstand.
Weitere Einzelheiten sind in entsprechenden Durchführungsbestimmungen zu regeln.
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Fazit: Entscheidend für eine Einführung ist meiner Meinung nach allein der Bezirksvorstand (keine Ahnung, wieviele Leute da drin sind). Ich nehme deshalb an, dass man nicht bis zum nächsten Wahlbezirkstag warten muss, um eine Relegation in den Bezirksligen einzuführen.
Möglicherweise ist das, was ich jetzt schreibe, komplett realitätsfremd, aber ich mache mal folgenden Vorschlag: Der Bezirksvorstand sollte demnächst allen Vereinen per Mail Bescheid geben, dass es diese Möglichkeit der Relegationsspiele gibt. In der Mail sollten alle Vor- und Nachteile kurz zusammengefasst sein.
Vorteile: Man hat als Zweiter eine Aufstiegschance; viel mehr und vor allem viel länger Spannung in den Ligen (insbesondere dann, wenn es eine "Übermannschaft" gibt); Zuschauerpotential bei echten Endspielen im Saisonfinale; etc. (siehe auch schnellers Beitrag)
Nachteile: Als Tabellenachter kann man absteigen; spätes Saisonende für die Releganten (evtl. ein entscheidendes Spiel ca. 4 Wochen nach dem letzten Punktspiel); etc. (gibt es ansonsten noch
Nachteile?

)
Auch sollte man in der Mail kurz erwähnen, wie die Relegation in den Bezirken ankommt, die sie eingeführt haben (Pilotprojekt in Unterfranken vor vier Jahren mit riesigem Zuspruch).
Am Schluss sollte man eine Art Abstimmung durchführen; in der Mail könnte man die Vereine bitten, eine Antwortmail zu schreiben, in der steht, ob man für oder gegen eine Relegation ist. Das kann auch eine "Miniantwortmail" sein; ohne große Argumente einfach nur mit "Ja" (für Rele) oder "Nein" (dagegen). Dann würden vielleicht mehr Vereine antworten (Romane schreiben ist nicht jedermanns Sache

).
Das Ganze sollte ziemlich früh passieren, wenn man die Relegation einführen möchte. Darüberhinaus könnte noch jemand vom Bezirk bei den Kreistagen etwas zur Relegation sagen (bei uns ist immer eine Person vom Bezirk vor Ort) und die Reaktionen darauf einsammeln.
Ganz wichtig bei der Sache bzgl. Kreistag: Die Vereine müssen die Mail schon deutlich vor dem Kreistag erhalten und dürfen nicht erst auf dem Kreistag damit konfrontiert werden. Wie das dann nämlich zu 99% enden würde, wäre so wie bei unserem Kreistag vor dieser Saison: Alle schauten sich komplett überrascht an; keiner hat gewusst, dass es die Möglichkeit einer Relegation überhaupt gibt. Das Ende vom Lied: Ein Verein stimmt bei der anschließenden Abstimmung für die Relegation und ca. 30 Vereine dagegen.
Grüße vom Al
@jumaki: Wirklich allergrößten Respekt, wie Du die 3.BL verwaltet hast (und seit der Rückrunde sogar auch noch 2 Verbandsligen)! Das war echt klasse!
