Guten Morgen!
Ich verfolge nun dieses Thema seit gestern Vormittag sehr intensiv. Zugegeben: Als RTTC-Mitglied mit leicht "gefärbter Brille". Aber dennoch: objektiv. Ich arbeite selbst bei einer Tageszeitung als Sportredakteur und habe schon häufiger mit "Entscheidungen am grünen Tisch" zu tun gehabt.
Deswegen mal ein paar Anmerkungen: Nach Bewertung aller Einträge hier wäre eine Spielwertung zu Gunsten von Rahden die logische Konsequenz!
Sicherlich ist es in diesem Fall einfacher, als Staffelleiter die "moralische Sicht" gelten zu lassen - und Veltheim bleibt Sieger. Kann ich ja irgendwie auf dieser Ebene gut verstehen. Allerdings gibt es im Sport Spielregeln - und die gelten von der 1. Bundesliga bis zur 3. Kreisklasse.
Zum einen gilt es (nach Aussagen der Rahdener) zu bezweifeln, ob der betroffene Veltheimer Spieler wirklich "verletzt" war, so wie im Spielbericht bemerkt. Fakt ist, dass er wohl grottenschlecht war und im mittleren Paarkreuz eventuell beide Spiele verloren hätte. Offizielle Begründung der Veltheimer: Ihm sie schlecht, er sei kreideweiß (von einer Verletzung war da - lt. Aussagen Rahdener Spieler - gar keine Rede). Wahrscheinlich war es an diesem Tag wohl doch eher Formschwäche und somit ein taktischer Zug der Veltheimer, die Einzel noch umzustellen. Bei einer Verletzung hätte NIEMALS ein Rahdener Protest eingelegt - dafür bleiben diese RTTC-Spieler - und ich kenne alle 6 - in solch einer Situation einfach sportlich und würden Veltheim gestatten, die Einzel umzuschreiben. Parallelbeispiel gab es in der 1. KK, als sich beim Spiel Frotheim - RTTC IV der Frotheimer Dombi im Doppel verletzte. Sofort haben die Rahdener angeboten, im Einzel einen anderen Spieler aufzuschreiben, obwohl auch hier das erste Einzel schon lief. Frotheim konnte/wollte dies allerdings nicht nutzen, weil kein anderer Spieler in der Halle bzw. zu erreichen war.
Veltheim hat sich durch diesen Schachzug also einen enormen Vorteil verschaffen - ob sie das nun hören wollen oder nicht: Zwei (wahrscheinliche) Spielverluste im mittleren Paarkreuz vermieden, dafür einen ganz sicheren Spielgewinn "unten" geholt, durch einen Ersatzspieler, der selbst 2. KK "oben" spielt. Deswegen ist der Rahdener Protest nur verständlich.
Was ich selbst absolut nicht verstehen kann ist, dass gestern/heute kein Rahdener Spieler mehr zu 100 % behaupten kann, ob das 1. Einzel schon lief. Das zeigt an dieser Stelle allerdings auch noch einmal, dass die Rahdener eine ehrliche Haut haben und nichts behaupten möchten, was sie nicht zu 100% wissen.
Ich gehe einmal davon aus, dass es so war und mindestens ein Einzel schon lief. Denn - in der Regel - laufen das 3. Doppel und das erste Einzel parallel.
Für mich ist es eindeutig, dass Veltheim hier einen Formfehler begangen hat und sich dadurch sogar bewusst in Vorteil bringt. Laut Aussage von Jüngling (Zitat
"Gestern 08:55
Jüngling Das Problem die ersten beide Einzel waren schon am spielen wurden deswegen unterbrochen...ob das erste Einzel sogar schon fertig war kann ich nicht mehr genau sagen...aber sicher ist daß das zweite Einzel extra deswegen unterbrochen wurde da hier der Mannschaftsführer von Rahden spielte...") war die Umstellung der Einzel zu spät!! Sportgericht DTTB (Telefonat mit Jürgen Harz gestern) sowie WTTV-Schiedrichter bestätigen, dass eine Umstellung nur erlaubt ist, wenn die Einzel noch nicht laufen. Uneinigkeit herrschte lediglich darüber, ob es reicht, dass ein Spiel aufgerufen wird oder tatsächlich auch der erste Punkt gespielt sein muss. Aber das scheint in diesem Fall laut Zuschaueraussagen egal zu sein - "beide Spiele liefen zu diesem Zeitpunkt" (siehe oben).
Normalerweise muss der Staffelleiter auf Spielwertung für Rahden entscheiden. Die Aussagen hier im Forum sind eindeutig - ansonsten muss er die betroffenen Personen tatsächlich noch einmal zusammenrufen.
Warum hört man von Veltheim eigentlich gar nichts dazu???
Und noch etwas: Formfehler in der Art, wenn Mannschaften ihre Doppel in der falschen Reihenfolge aufstellen, werden auch immer rigoros geahndet - obwohl sich damit eine Mannschaft niemals bewusst einen Vorteil verschafft! (Wer wäre denn auch so blöd...). Hier sieht das aber ganz anders aus - doch der Staffelleiter lässt es scheinbar durchgehen...