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Alt 25.04.2009, 18:00
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wohl alles nur ein fake denn siehe hier:
Aus der Süddeutschen Zeitung
Tischtennis-Zweitligist Gräfelfing
Gut gerüstet mit Christ

Es vergingen nur ein paar Minuten. Dann wusste Nico Christ endgültig, dass seine Entscheidung richtig war. Seit einiger Zeit hatte die Nummer zwei des TSV Gräfelfing den Gedanken durchgeknetet, den Verein zu wechseln. Ihm lag ein Angebot des ASV Grünwettersbach vor, der gerade dabei ist, in die zweite Tischtennis-Bundesliga aufzusteigen. In die Liga also, in der auch Gräfelfing spielt. Der Wechsel hätte Christ einige Reisen erspart. Grünwettersbach ist ein Vorort von Karlsruhe, und der 27-Jährige lebt in Karlsruhe. Er hat dort Physik studiert und promoviert nun. Und er trainiert in Grünwettersbach. "Da war es nur logisch, dass ich mich mal mit denen unterhalte", erzählt Christ. Schnell kamen Gerüchte auf. Gräfelfings Martin Schauer, Spieler und Manager, rechnete sich "nur noch Chancen von 50/50 aus", Christ halten zu können. Geschwätzige Forenschreiber meldeten im Internet gar, der Wechsel sei schon perfekt. Christ hat sich nun entschieden zu bleiben. Nur Minuten, nachdem er Schauer seinen Entschluss mitgeteilt hatte, rappelte Christs Handy plötzlich los. "Zwei haben angerufen, die anderen haben direkt geschrieben. Die ganze Mannschaft hat sich tierisch gefreut. Ich hätte nicht gedacht, dass das so schnell geht. Aber das fand ich sehr sympathisch", erzählt Christ.

Martin Schauer begreift die Entscheidung als Kompliment: "Wenn ihn nicht mal sein Nachbardorf abwerben kann, machen wir es wohl nicht so schlecht." In der Tat genießt Gräfelfing einen ausgezeichneten Ruf. Das Mannschaftsgefüge ist seit Jahren stabil, das Verhältnis unter den Spielern freundschaftlich. Und so sagt auch Christ: "Ich fühle mich einfach sehr wohl in Gräfelfing. Der Entfernungsaspekt allein reichte nicht, um mich wegzulocken. Die hätten mich mit irgendetwas anderem überzeugen müssen." Bisher war bei Grünwettersbach Geld das entscheidende Argument. Die ehemaligen Gräfelfinger Yang Lei und Adam Robertson sind deshalb schon dorthin gewechselt, als der Verein noch in der Ober- und dann in der Regionalliga spielte - weit unter ihrem Niveau. "Aber bei mir hätte das schon drastisch ausfallen müssen. Und so viel Geld scheint da auch nicht mehr zu sein", sagt Christ.

Obwohl Gräfelfing erst drei von neun Rückrundenspielen hinter sich hat, steht schon das Gerüst für die nächste Saison. Fünf Spieler haben bereits zugesagt, nur die Nummer eins, Ovidiu Ionescu, noch nicht. "Das hängt noch von beiden Seiten ab", sagt Martin Schauer. "Er will ein bissl mehr Geld. Das hat er sich auch verdient. Aber wir müssen schauen, ob wir es zusammenkriegen." Er würde Ionescu auf jeden Fall gern behalten, nicht nur, weil auch er menschlich gut ins Team passt. Wenn er sich so weiter entwickelt wie bisher, dürfte der 19-Jährige kommende Saison zu den besten Spielern der Liga gehören. Aber Schauer bleibt bei dem Thema gelassen. "Es gibt sonst noch ein paar andere Spieler, die in Frage kämen." Einer davon ist Philipp Floritz, der derzeit noch für den fränkischen TV Hilpoltstein spielt, aber im oberbayerischen Kolbermoor lebt und trainiert. Dass Floritz mit seinen erst 17 Jahren gut genug für Gräfelfing wäre, bewies er vor gut drei Wochen bei den Bayerischen Meisterschaften. Im Finale besiegte er Nico Christ. Sebastian Krass
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