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Alt 26.04.2009, 22:03
Horaser Horaser ist offline
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AW: Raritäten fürs Museum?

Zum Thema Schöler habe ich neulich in einem alten, verstaubten Karton einen Schläger aus der Tischtenniszeit meines Vaters entdeckt. Es ist ein
Imperial (?) Eberhard Schöler wohl aus den frühen Siebziger Jahren. Ursprünglich befanden sich darauf zwei rote Beläge von Butterfly. Im Moment bin ich dabei, die alten Gummis zu entfernen - was sich als eher schwierig herausstellt.
Das Holz besteht aus fünf gleich dicken Furnieren, welche eine Gesamtstärke von ca. 5,7 mm aufweisen. Zum Gewicht lässt sich sagen, dass dieses über 100 Gramm betragen muss, auch wenn ich dies nicht mit einer genauen Waage nachprüfen konnte. Das Schlägerblatt ist "eiförmig" und hat eine Länge von ca. 16,9 cm sowie eine Breite von ca. 15,6 cm. Der Griff ist ca. 9,6cm lang, ca. 2,9 cm breit, ca. 1,9 cm dick und am Ende abgerundet bei gerader Form.
Ein erster "Dotztest" sowie die oben genannten Merkmale des Schlägerblatts lassen vorab die Rückschlüsse auf das Spielverhalten dieser Antiquität zu:
Die Eigenfrequenz des Schöler ist (erwartungsgemäß auf Grund der geringeren Dicke und der größeren Maße des Schägerblatts) deutlich geringer als die des Clipper Wood. Darüber hinaus sind deutlich mehr Schwingungen und Vibrationen zu spüren.
Insgesamt müsste sich das Schöler nach der bisherigen Einschätzung wie ein Abwehr- bis Allroundholz spielen, das auf Grund der relativ großen Elazitizität viel Rotation ermöglicht.
Ich werde das Holz demnächst mit Belägen im Training testen. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich dieses "archaische Instrument" im Einsatz bewährt!
Die Dateigrößen der Fotos sind leider zu groß, um sie hochzuladen. Im ITTF-Museum ist das gute Stück jedoch auch zu bestaunen:
http://www.ittf.com/museum/indextech2.html
Hier Nr. 58 auswählen; das untere Exemplar entspricht meinem Holz.
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