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Mit einigen dicken Sensationen endete der Spieltag der Regionalliga Süd am kommenden Wochenende!
Für den größten Knüller sorgte dabei der bisherige Tabellenvorletzte TSV Wendlingen. Die Begeisterung über den 8:8-Erfolg am letzten Wochenende gegen den Tabellennachbarn TTV Erdmannhausen trieb die Wendlinger zu ungeahnten Höhenflügen über zwei mit ausländischen Stars gespickte Mannschaften aus Sachsen. Der TTC Eilenburg I und auch noch II mussten den schwäbischen Überflug büßen.
Vor allem das Match gegen den Tabellenführer Eilenburg I riss die zehn Zuschauer von den Sitzen. Am Ende siegten die Schwaben gegen die Sachsen mit 9:7, und der Jubel kannte keine Wendlinger Grenzen. Das lag in erster Linie am Schluss-Doppel Russek/Zaiser, das mit einem 34:32-Sieg im fünften Satz gegen das russische Weltklasse-Doppel Gavrilov/Kuzmin seinen ersten Sieg landete, getreu dem Motto: Man muss gewinnen, wenn’s darauf ankommt!
Der anschließende 9:0-Sieg gegen Eilenburg II bedeutete da fast schon keine Überraschung mehr, zumal die Ostler zum ersten Mal Ersatzmann Alberto Ammann eingesetzt hatten. Der Österreicher mit peruanisch-deutschem Einwanderungs-Pass versagte nach seiner Russlandreise auf der ganzen Linie und stürzte seine Mannschaft damit ins völlig Ungewisse. Ammann wollte es wohl dem Munscheider Manager Frank Müller nachmachen, der kürzlich gegen Timo Boll einen Satz gewonnen hatte. Dies gelang ihm mit seinem Satzgewinn gegen den fast gleichnamigen Tobias Bopp zwar vorzüglich, doch dieser eine Satz war für den schwergewichtigen Manager des TTC Eilenburg einfach zu wenig, pardon: zu viel. Die Luft ging ihm aus, und Eilenburg II stürzte danach in Wendlingen gnadenlos ab.
Im Bus auf der Heimfahrt lachte Lenker Ammann allerdings schon wieder. Denn da erfuhr er übers Radio die nächste Sensation: Rivale Frickenhausen II hatte zu Hause gegen den TV Hilpoltstein verloren. Und das lag vor allem an zwei Dingen: Altmeister Peter Stellwag, in Gedanken noch bei den Deutschen Meisterschaften eine Woche zuvor in Bielefeld, ließ sich vom Hilpoltsteiner Ersatzmann Gerald Ziegler ein Zeitspiel aufdrängen, in dem er nach eindreiviertel Stunden entnervt aufgab: Solch korrekten Aufschläge hatte er noch nie in seinem langen und turbulenten Tischtennisleben gesehen! Stell legte, bevor er noch die letzten Haare verlor, den Schläger aus der Hand und gratulierte seinem Gegenüber Ziegler, der sich in Zukunft Gerald Stellwald-Ziegler nennen wird. Sein kurzes, aber geheimnisvolles Lächeln nach dem Match deutete jedenfalls darauf hin...
Der zweite Grund für den doch etwas überraschenden Erfolg der Hilpoltsteiner lag an Felix Bindhammer. Das junge Hilpoltsteiner Eigengewächs spielte auf wie frisch begossen. Nichts mehr zu spüren von der geheimnisvollen Würzburger Armverletzung (morbus mueller), die ihn wie auch seinen Freund Ball an der Teilnahme der Deutschen Meisterschaften gehindert hatte. Seine beiden klaren Siege gegen Qiu und Teichert dürften zwei klare Gründe haben: das klare Logo des sponsornden Hilpoltsteiner China-Restaurants auf Felix Hose, das den Chinesen deutlich mehr in den Bann zog als der Ball, zumal es Qiu das Höchste im Leben versprach – das „Paradies“. Zum anderen bekam Teichy seine Vaterschaft während des Spiels nie in den Griff, denn eigentlich wollte er seinen Sohn Felix nennen. Doch jetzt...? Und zum Dritten hatten die Hilpoltsteiner Sand im Getriebe, der gegen Benjy G. und den von seiner DM-Niederlage gegen Fisch immer noch erschütterten Stefan Frisch, pardon Frasch, nichts anbrennen ließ...
Die Einzelergebnisse findet Ihr wie immer auf Seite 1 von tt-news, das Euch mit einem lauten, aber herzlichen Helau grüßt und küsst.
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