So, liebe TT-Gemeinde, es ist ja fast schon Tradition, zum Ausklang der Runde ein kurzes Resümee zu ziehen über das, was uns diese Saison so bescherte. Und auch wenn vereinzelt ein Hektiker und TT-Anthroposoph, der bevorzugt seinen Schläger bei einem ins Mittelmaß versunkenen Ligenmitglied schwingt, aus gar nachvollziehbaren Gründen verzweifelt versucht schnell auf die nächste Saison abzulenken, wollen wir doch diesen liebgewonnenen Brauch fortsetzen mit einem kurzen Rückblick, ehe ein vielleicht erneut angekratzensteinender Leutkirch-Mod antipathisch in Schnelle den Thread wieder schließt wie weiland Kunibert den Keuschheitsgürtel seiner Holden.
1. Korntal: DAS Synonym für Langeweile, die Oettingers der TT-Szene, aufgewärmtes Bier aus der Mikrowelle bietet da mehr Spannung !! Solche Mannschaften kann und will die Liga nicht brauchen, weg damit !! Fort in die VK !! Laßt wieder Spannung einkehren, Überraschungen sind gefragt und nicht irgendwelche Exemplare, die seit einiger Zeit Pferde und Schlitten scheuen wie der Teufel das Weihwasser, sich selbst mit Knieprothesen noch überlegen zeigen und so die Konkurrenz zur bedeutungslosen Massenverkrampfung um Platz 2 verurteilen.
Aber was letztendlich wirklich zählt: die Dusche ist endlich wieder badehosenfreie Zone !!!
2. Brackenheim: 100-jähriges Jubiläum des berühmtesten Sohnes der Stadt, und ebenso lang hätten die TT-Erben weiterspielen können und wären bei der Korntaler Überlegenheit trotzdem nie an die Meisterschale gekommen. Aber man wurde der Favoritenrolle um Platz 2 gerecht, auch wenn’s hin und wieder mal ein paar Schlaglöcher gab.
3. Neckarsulm: die Unberechenbarkeit schlechthin. Einsame Spitze in der Anzahl ihrer eingesetzten Doppel und mit der Entdeckung der Saison: der kleine Schuh haute so manchen aus denselbigen.
4. Löchgau: Als Neuling die Liga aufgemischt ! Was haben die Jungs uns verzaubert und Freude bereitet. Einfach toll, famos, grandios, exzellent, fabelhaft, phänomenal ! Ausgangsbasis: die grundlegenden, typischen Merkmale des germanischen Abwehrbollwerks, das so manchem Ansturm fremder Kräfte standhielt. Der gemeine Löchgauer zeichnete sich hierbei aus durch Pünktlichkeit (der Spitzenlulatsch kommt immer pünktlich 10 Minuten vor Spielbeginn), Offenheit (Halle wird immer auch für die Gegner geöffnet) und Fleiß (Platten und Umrandungen werden in Eigenleistung aufgebaut) ....
5. Schwieberdingen: Konstanz und Kontinuität kennzeichnete das prägnante Abschneiden des selbsternannten Spitzenteams. Von einer Durchschnittsmannschaft zum Ende der VR (9:9 Punkte) hat es sich, wohlwollend unterstützt durch die Ersatzteillager der Konkurrenz, konstant zu einer ernstzunehmenden Durchschnittsmannschaft auch zum Ende der RR (20:16) gemausert. Objektiv gesehen zwar Saisonziel verfehlt, wobei es dann aber eh wurscht ist, ob man dasselbige auf dem 5. oder dem 8. Platz versaubeutelt hat ....
6. Buchenbach: Nach einer grandiosen VR hat man in der RR etwas die Orientierung verloren (was Wunder bei der geographischen Lage und einer Mehrzahl an Auswärtsspielen) und vielleicht auch die Lust ? Für den Absteiger ging’s auch in der LL weiter abwärts ....
7. Abstatt: Die Mannschaft der Gegensätze. Einmal ein in der VR respektabel abschneidender Spitzenhurgler (am Schluss ging wohl etwas der Stoff aus

), und auf 3 mischte ein(er) Hart mit links das MP auf, währenddessen der ins HP degradierte Unterländer Obermotzki eindrucksvoll demonstrierte, dass spielerische Defizite nicht immer vom Material kompensiert werden können und man sich, vergleichbar im Verhältnis zum weiblichen Geschlecht, nie zu sehr von seinen Noppen abhängig machen sollte. Ein Frosch am Steuer von 'nem Ferrari garantiert halt noch lange keinen Formel 1-Sieg ...
8. Steinheim: Könnte nachträglich durch einige Abgänge noch zur Lachnummer der Nation mutieren. Finanzielle als auch personelle Kraftakte wechselten sich ab mit Muppetshow-verdächtigen Auftritten und Ergebnissen, die allerdings in schönstem Einklang standen mit den Vorstellungen des Team-Cholerikers (gemeinhin auch als Wilder Peter bezeichnet). Aber Hauptsache Klassenerhalt geschafft ...
9. Eschenau: Die Pechvögel (lat.
pix aves eschenus) der Stunde. In freiem Flug kurz vor der Nestlandung noch abgefangen. Trotzdem eine Bereicherung für die Liga, insbesondere was die Verköstigung anbetrifft. Unbestätigten Gerüchten zufolge sind im Falle des realen Abstiegs schon Planungen im Gange, wonach von der LL in der nächsten Runde Wochenend-Kaffeefahrten nach Eschenau organisiert werden mit Rahmenprogramm (z.B. Tortenwerfen auf Abstatts A.H., Schnelligkeitswettkampf im Belagabreißen u.ä.).....
10. Weinsberg: Eine Institution verlässt die LL. Quo vadis, Weinsberg ? Von Beginn an zum Scheitern verurteilt und trotzdem im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten mit Anstand geschlagen. Immer locker gemäß dem Motto „Es gibt Tage, an denen verliert man, und solche, da gewinnen dann halt die andern“.
Aber was will man auch machen, wenn selbst ein kloppender Popper mitten in der Runde einen auf Wanderratte macht und das sinkende Schiff verlässt, die Alten schnöde im Stich lässt und sich wie die Made im Speck bei der Eschenauer Verköstigungsgilde einseiert ! Cui bono ?