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Alt 07.05.2009, 15:57
$PoRt$mAnn $PoRt$mAnn ist offline
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AW: WM-Bilanz: Chinas Übermacht - eine Gefahr für den Tischtennissport?

[QUOTE=Taugenichts;1476604]Das Problem liesse sich ganz schnell lösen, wenn im TT ähnliche Preisgelder (und WErbeverträge) gesetzt würden wie z.B. im Tennis (oder Fussball, etc.). Für einen sportlich talentierten jungen Landsmann von mir ist es nunmal viel attraktiver zu versuchen, ein Nachfolger von Roger Federer, Alex Frei oder Mark Streit zu werden. Ich glaube, dasselbe gilt vielleicht mit Abstrichen sogar für die europäische Tischtennis-Vorzeigenation Deutschland.
/QUOTE]


Kann deine Meinung nicht ganz teilen. Ich denke das der vordergründige Antrieb von talentierten Youngstars der Spass am Sport , die Motivation sich zu verbessern und Wettkämpfe erfolgreich zu bestreiten, ist. Da der Übergang vom erfolgreichen junior zum profi nochmal ein riesenschritt ist kommt es aufgrund dessen im betreffenden Alter wohl oft zu der Einsicht, dass es finanziel und für die zukünftige Berufsaussicht wohl sinnvoller ist eine normale Berufsausbildung einzuschlagen. Es geht hierbei eher darum dass es wohl meistens einfach nicht reicht das Niveau zu erreichen um sich mit den besten Aktiven auf internationaler Ebene messen zu können, anstatt aufgrund fehlender finanzieller Anreize. Ein Tischtennisnationalspieler wird schon einigermaßen über die Runden kommen denke ich. Für die verschwindene Anzahl von Megatalanten die in mehreren Sportarten übertrieben gut sind , mögen finanzielle Gesichtspunkte dann schon ein Rolle spielen. Für China könnte in diesem Fall sprechen dass aufgrund des sehr "staatslastigen" Systems den Talenten ein Job im späteren Leben garantiert ist auch wenn sie den Sprung vom Junior zum Profi nicht schaffen. Ich könnte mir gut vorstellen dass die schulische Ausbildung bei den jungen chinesen aufs wesentlichste reduziert ist und der Fokus fast 99 Prozent auf dem Sport liegt .Bei uns muss sich jedoch ein junger Sportler neben dem Sport auch um eine möglichst gescheite Berufsausbildung kümmern, da er bei einer "fehlgeschlagenen" Anlauf zur Profikariere ansonsten ziemlich chancenlos auf dem hiesigen Arbeitsmarkt sein dürfte. Den durch das System ermöglichten "Freiraum" wird mit sicherheit ein Plus für die Chinesen sein und die Trainingskapazitäten erhöhen.
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