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AW: Frischklebeverbot überprüfbar?
Vielleicht noch ergänzend. Ob Kleber gesundheitsschädlich sind oder nicht halte ich als Begründung für diese Regel zwar interessant (ich würde gern mal sehen, ob die Begründung tatsächlich diese war), halte sie aber - auch von den Gegnern der Regel (die an der Gesundheitsschädlichkeit ja zweifeln) - eher vorgeschoben.
Wichtig in meinen Augen ist eher, dass tunen oder frischkleben die Eigenschaften des Materials in nicht (wirklich) nachvollziehbarer Form verändert. Und das ist nicht gut für den (gesamten Sport).
Vor vielen Jahren gab es mal im Tischtennis Noppenbeläge mit schräg angeschnittenen Noppen. Da wusste weder der Spieler noch der Gegenspieler was bei einem Schalg ankam. Das waren wirklich absurde Spiele, insbesondere da unterschiedliche Belagfarben noch nicht eingeführt wurden.
Auch im Tennis gab es so eine Entwicklung. Eine zweite eingeflochtene Saite machte Tennisschläger zu unkalkulierbaren Werkzeugen. So wurde ein bis dahin völlig unbekannter Spieler mal deutscher Meister. Kaum verboten war es auch vorbei mit diesem Spieler.
All diese Entwicklungen sind zu Recht verboten. Genauso wie das ebenso nicht nachvollziehbare Tunen und Kleben. Ich wundere mich eh schon, dass noch kein Kleber entwickelt ist, der unterschiedliche Bereiche eines Schlägers unterschiedliche Eigenschaften verleiht. Das ist aber eigentlich nur eine Frage der Zeit würde ich sagen. Es ließe sich ja Kleber entweder unterschiedlich dick auftragen (könnte nachvollzogen werden) oder aber auch unterschiedliche Trockenzustände des Klebers nutzen. So dass eben unterschiedlich Eigneschaften auf demselben Belag entstehen. Schon allein deshalb - eigentlich merkwürdig, dass das scheinbar noch niemand versucht hat - sollten all diese Sachen einfach nicht sein. Basta.
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Es reicht nicht, ein guter Spieler zu sein – man muss auch noch gut spielen. Dr. Siegbert Tarrasch
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