Was innerhalb des letzten Jahres in Sachen Tuning ablief ist m.M. ein gewaltiger Skandal. Auffällig war, dass die als Frischklebersatz bereits offiziell vermarkteten Tuner wie Butterfly Speed-Optimizer genau in dem Moment verboten wurden als herauskam, dass mit spottbilligen Hausittelchen wie Grillanzünder oder Lampenöl genau der gleiche Effekt erzielt werden kann. Da haben die Tischtennisfirmen wohl kalte Füße bekommen und bei der ITTF für ein schnelles Verbot plädiert.
Sollte nun das Tuning-Verbot aufgehoben werden, dürften den Herstellern erhebliche Umsatzeinbußen drohen. Denn wer wird sich noch Frischklebe-Ersatzbeläge für je 50 Euro kaufen wollen, wenn sich ein billig getunter Sriver deutlich besser spielt?
Die derzeitge Situation im Profibereich finde ich jedenfalls unerträglich. Die ITTF weiß genau, dass bei der WM massenhaft getunt wurde, breitet jedoch den Mantel des Schweigens drüber als endlich für klarer Verhältnisse zu sorgen. Die Glaubwürdigkeit unserer Sportart bleibt völlig auf der Strecke.
Mein Vorschlag: Tuning sollte zumindest so lange erlaubt werden, bis es zweifelsfrei durch Schlägertests nachgewiesen werden kann - auch im Hobby-Bereich an der Basis.